Das Drei-Teile-Prinzip: Und mal wieder gescheitert

Achja, da überlegt man sich ein ausgeklügeltes System, wie man seinen Konsum möglichst einschränken kann, kündigt es groß auf dem Blog als „Das Drei-Teile-Prinzip“ an und verwirft es nach mehreren Wochen natürlich. Ein kläglicher Versuch zu erklären, warum ich mal wieder bei meiner Mission eines möglichst minimalistischen Kleiderschranks gescheitert bin.

Kleid: Zara; Jeans: Monki; Trenchcoat: Topshop; Schuhe: Dr. Martens; Tasche: Cambridge Satchel Company

Jeden Monat nur drei Teile kaufen, ein ganzes Jahr lang – genau das hatte ich vor. Im Februar lief es auch wirklich gut: In meinen Kleiderschrank zogen soweit ich mich erinnern kann tatsächlich nur drei neue Sachen ein. Darunter ein rosa Rucksack von Fjäll Raven und das Kleid von Zara, das es auf diese Bilder geschafft hat. Auch den Monat danach lief es ganz okay: eine grüne Hose, eine Jeansjacke und eine karierte Bluse wurden angeschafft.

Was kommt als nächstes?

Ja, und dann ging es los. Kaum wurde es wieder etwas wärmer, mussten auch ein paar neue Teile her, die für das Wetter geeignet sind. Vielleicht hatte ich vergangenen Sommer im Wahn der Capsule Wardrobe einfach zu viel aussortiert? Sehr gut möglich. Ein 50. Paar Sneaker (Okay, das war meine Belohnung zum bestandenen Führerschein) hätte ich auf alle Fälle nicht gebraucht, bei allem anderen lässt sich noch irgendwie ein Sinn dahinter finden.

Dann habe ich es komplett gelassen und aufgehört mich daran zu halten. Schade, denn die Idee fand ich wirklich gut. Aber es hat für mich einfach nicht funktioniert. Mal sehen, was ich als nächstes testen werde, um der Capsule Wardrobe wieder etwas näher zu kommen. Vielleicht probiere ich es mal mit der 10 x 10 Challenge

 

Australien – Ein Besuch in den Blue Mountains

Bereits ein Jahr ist es her, dass ich in Australien war. Heute gibt es meinen Beitrag zu den Blue Mountains, ein Gebirge, das in der Ferne tatsächlich blau aussieht, wo wir einen Tag verbracht haben.

Ein wirklich atemberaubendes Gebirge nicht weit von Sydney entfernt? Die Blue Mountains sind circa eine Stunde – wenn ich mich richtig erinnere – mit dem Zug entfernt und definitiv einen Tagestrip wert. Am besten man fährt am Wochenende, da kostet es nämlich nur wenige Dollar, denn in Sydney zahlt man am Wochenende quasi nichts für den Nahverkehr. Unter der Woche ist es wesentlich teurer, genaue Zahlen kann ich euch allerdings leider nicht mehr nennen. Der Unterschied ist aber wirklich gravierend.

Three Sisters, Wasserfälle und tolle Fotospots

Einmal angekommen kauft euch unbedingt das Ticket, mit dem ihr die Touribusse und die verschiedenen Bahnen innerhalb des Gebirges nutzen könnt. Vor allem der Ausblick vom Scenic Skyway, die gelbe Bahn auf dem Foto, auf die Three Sisters ist atemberaubend. Auch die Fahrt mit der Scenic Railway, eine extrem steile Bahn, macht sehr viel Spaß. Natürlich wird in den Blue Mountains auch einiges zu Fuß zurückgelegt. Als wir dort waren, waren auf den Wegen einige wirklich außergewöhnliche Kunstwerke installiert. Abseits der Gehwege gibt es auch ein paar tolle Spots für Fotos. Außerdem führen die Pfade durch den Wald an Wasserfällen vorbei.


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Sydney

Die Sache mit dem persönlichen Stil

Persönlicher Stil – alle wollen ihn, denn er scheint das Aushängeschild eines jeden ach so stylischen Fashionistas zu sein. Wer keinen hat, hat verloren. Aber muss das wirklich sein? Müssen wir uns zwischen Minimalismus, Blümchenkleidern und Hoodies entscheiden?

Kleid: Zara; Jacke: Mango; Schuhe: Dr. Martens

Scrollt man durch Instagram oder klickt sich durch Blogs, gibt es Mädels, die kleiden sich nur in Pastellfarben und sehen super girly aus. Andere tragen aus Prinzip nur schwarz oder lieben Second Hand-Mode und Mom Jeans. Wieder andere leben den Minimalismus und sehen in schlichter Jeans mit Strickpulli und Sneakern einfach fabelhaft aus. Und ich? Mir gefällt das irgendwie alles gleichzeitig.

Der Geschmack ändert sich

Früher, da bestand mein Kleiderschrank ausschließlich aus Mädchenkleidern, die ich mit schwarzen Lederschuhen und Cardigans kombiniert habe. Das war irgendwie mein Ding, jahrelang. Und ich war happy damit. Passend dazu trug ich verspielte Ketten von Accessorize, manchmal einen Hut. Das hielt ich für besonders britisch und somit toll. Doch der Geschmack ändert sich natürlich mit dem Alter. Irgendwann kam es mir dumm vor, Schmuck mit Heißluftballon-Anhängern und Kleider mit Katzenmotiven zu tragen. Also wurde die komplette Garderobe Stück für Stück ausgetauscht.

Ich kann mich nicht entscheiden

Und mit was? Allem möglichen. Von Jeans, unzähligen Streifenshirts und weißen Blusen, Sweatern, Hoodies, Strickpullis, Tüllröcken bis hin zu Bomberjacken, transparenten Oberteilen und schwarzen Ausgeh-Klamotten und einer Lederjacke mit Nieten – irgendwie ist alles dabei. Klar, ich hätte gern einen minimalistischen Kleiderschrank. Das war genau das, was ich mit der Capsule Wardrobe versucht habe. Wenn ich mir dann aber bei Zara ein mit Blumen besticktes Kleid und ein Hemd im ähnlichen Stil bestelle, die da so gar nicht ins Konzept passen wird mir klar: Ich kann mich nicht entscheiden. Was das angeht, bin ich aber sowas von Generation Y. Denn mir gefällt zu viel.

Hauptsache man fühlt sich wohl

Ist das aber schlimm? Natürlich beneide ich die Mädels, die einen Kleiderschrank haben zu scheinen, dessen Inhalt stimmig ist. Das hätte ich auch gern. Stattdessen ist es bei mir alles etwas verwirrt. Und das ist okay so. Denn die Hauptsache ist doch, dass ich mich in meiner Haut und meinen Klamotten wohlfühle und zufrieden mit dem bin, was ich im Spiegel sehe. Etwas, das viel wichtiger ist, als auf Teufel komm raus einen persönlichen Stil zu entwickeln.

Haare in Rosé – Mein Besuch beim Friseurteam Lemke by Laura

Ein aschiges Rosé – eine der angesagtesten und für mich schönsten Haarfarben momentan. Ich war beim Friseurteam Lemke by Laura in Lauterbach und habe mir genau das färben lassen.

Der ein oder andere mag es mitbekommen haben: Meine Haare haben so einiges durch. Mit 15 hatte ich die Eingebung sie erst grün und dann pink zu färben. Irgendwann hatte ich auch mal eine komplett schwarze Mähne, dann wurde wieder blondiert – es war ein Desaster, und lange Zeit waren meine Haare richtig kaputt. Mit 17 habe ich sie dann mehr oder weniger in Ruhe gelassen, und sie wurden länger und länger.

Das Haarfarben-Dilemma

Ein Jahr später kam das Erdbeerblond. Eine Haarfarbe, bei der ich bis zum vergangenen Sommer blieb. Ich war es nämlich ordentlich satt, immer den Ansatz selbst zu färben. Also habe ich mir die obere Partie in meiner Naturhaarfarbe färben lassen, der untere Part wurde gräulich. Eigentlich war ich super happy damit, kam aber auf die Idee, dass die Spitzen noch heller müssten. Blondierung gekauft, probiert, versaut. Eine Freundin versuchte dann, es irgendwie zu retten. Pustekuchen, es wurde nur noch schlimmer. Das einzige, das half: eine braune Tönung, um das Dilemma zu überdecken. Als sie sich Stück für Stück wieder rausgewaschen hatte, habe ich zu allem Übel aus Neugier auch noch die neue Colorista-Haarfarbe in blau ausprobiert, die nur vereinzelt Strähnen gefärbt hat.

Ab zum Friseurteam Lemke by Laura

Zeit also, mal einen richtigen Friseur ranzulassen. Das Ziel: Etwas heller, etwas aschiges, etwas rosé, ein schöner Übergang. Nur, ob das die meisten Friseursalons draufhaben, da war ich etwas skeptisch. Also bin ich zum Friseurteam Lemke by Laura nach Lauterbach. Seit vier Jahren führt die 26-jährige Laura Möller den eigenen Salon – ihre Haare sind selbst in einem gräulichen Ton.

Etwas verschämt erklärte ich ihr also, was meine Haare so in der letzten Zeit von Blondierung bis hin zum Blauton durchlitten haben und zeigte ihr ein Pinterest-Bild von der Farbe, die ich mir ungefähr vorstellen konnte. Dann machte sich Laura ans Werk: Zuerst setzte sie ins untere Haar Foliensträhnen, um alles heller zu bekommen. Um einen weicheren Übergang zu bekommen, toupierte sie die einzelnen Strähnen etwas an. Das mit dem Übergang war mir nämlich super wichtig, schließlich bin ich faul, und möchte nicht ständig nachfärben müssen. Eine der grünen Strähnen war besonders hartnäckig, da konnte auch keine Blondierung so richtig helfen.

Das Ergebnis? Absolut Pinterest-worthy!

Nach dem Auswaschen kam ein Gloss in die Mähne, um den Haarton etwas aschiger zu bekommen. Für die richtige Haarpflege, die ich leider manchmal vernachlässige, sie aber super wichtig ist, packte mir Laura dann eine gute Kur in die Haare. Zum Schluss mischte sie einen kleinen Teil Pink Pop Colour Refresh von Maria Nila mit Conditioner und ließ die Mixtur fünf Minuten einwirken.

Anschließend ging es mit dem Schnitt weiter: Die kaputten Spitzen mussten ab, hinten wurde es kürzer, mein sehr langer Longbob bekam wieder Form. Da ich ziemlich kurzsichtig bin und natürlich die Brille absetzen musste, hatte ich bis dato absolut keinen blassen Schimmer, was Laura dort auf meinem Kopf veranstaltete. Weder was die Farbe anging, noch den Schnitt.

Als alles fertig war, war es also ein wenig wie beim Umstyling von „Germany’s next Topmodel“, denn ich hatte wirklich keine Ahnung. Umso mehr hat mich das Endergebnis umgehauen: ein aschiges, nicht zu aufdringliches aber super schönes Rosé mit einem tollen Übergang, absolut Pinterest-worthy.

Containern – Wenn das Dinner aus der Tonne kommt

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Containern – das Essen aus der Tonne. Die meisten sind allein bei dem Gedanken angewidert. Auch ich gehörte zu genau der Sorte Menschen – bis ich es selbst ausprobiert habe.

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Laut einer Studie des WWF von 2015 werfen die Deutschen 18,4 Millionen Lebensmittel im Jahr weg, 40 Prozent davon in Privathaushalten. Der Rest kommt unter anderem bei Supermärkten in die Tonne. Oft sind die Lebensmittel noch verzehrbar, gerade erst abgelaufen. Trotzdem ist das sogenannte Containern – also sich das Weggeworfene aus den Mülleimern der Märkte zu fischen – verboten und verpönt. Aber ist das wirklich so eklig, wie es klingt?

Containern muss doch eklig sein?

Eigentlich wollte ich diesen Text schon vor Ewigkeiten schreiben, spätestens seitdem Maddie von Daria Daria das Thema aufgegriffen hat, steht es aber fest auf meiner Themenliste. Denn es ist wichtig drüber zu sprechen. Ich kann mich nämlich noch ganz gut daran erinnern, als einer meiner Facebookfreunde vor Jahren ein Foto mit ganz vielen Lebensmitteln gepostet hat. Die Caption: „Freunde, das habe ich heute beim Containern erbeutet, ihr seid alle herzlich eingeladen.“ Das fand ich erstmal furchtbar eklig. Diese Einstellung hat sich ziemlich gewandelt.

Das erste Mal Containern war ich vergangenen Mai zu Recherchezwecken für die Titelgeschichte für das Magazin, bei dem ich arbeite. Ich habe zwar nicht an der Geschichte mitgeschrieben, fand das Thema aber trotzdem interessant. Als meine Kollegin gefragt hat, ob jemand mit möchte, sagte ich sofort zu. Wir haben uns für abends verabredet, fuhren mit einer großen Ikea-Tüte im Schlepptau zu einem der lokalen Supermärkte. Ein Insider hatte uns verraten, wo man in Fulda am besten Containern gehen könne.

Abgepackte Pilze, Salate, ein hübscher Blumenstrauß

Es war kurz nach Ladenschluss, der Parkplatz verlassen, die Container stehen quasi offen dort rum. Keine großen Müllcontainer, sondern flache aus Plastik, bei denen man lediglich den Deckel abnehmen muss. Und genau das haben wir getan und sofort mit dem Wühlen angefangen. Denn natürlich ist Containern kein bequemer Einkauf, man muss erstmal durch ziemlich viel vergammelte Sachen stochern, die tatsächlich eine Daseinsberechtigung im Abfall haben. Was man aber zwischen verschimmelten Melonen und verdorbenem Fleisch findet hat uns schockiert: Champignons, die ich in dem Zustand noch im Laden gekauft hätte, lauter abgepackte Salate, Aufschnitt, sogar einen hübschen Blumenstrauß, kleine Blumentöpfe und eine Zimmerpflanze.

Voller Euphorie über die geschenkten Lebensmittel wühlten wir uns durch die drei Mülltonnen, ständig entdeckten wir etwas Neues, das in unsere Tüte wanderte. Es machte sogar Spaß, es war wie eine Art Schatzsuche. An dem Abend fuhren wir noch zu einem weiteren Supermarkt, auch dort waren die Tonnen so voll, dass wir gar nicht alles mitnehmen konnten, was noch gut war. Daheim angekommen teilten wir alles untereinander auf und zogen Bilanz: In einer Stunde hatten wir Essen für eine ganze Woche erbeutet. Natürlich rochen die Sachen nicht nach Rosen. Ich spülte also alles einmal gründlich ab und packte es dann in unseren WG-Kühlschrank.

Eine Tonne voll mit Süßigkeiten

Ein paar Tage später ging ich mit einem anderen Kollegen nochmal los. Was wir in den Containern vorfanden war noch schockierender als das Mal davor: Die ganze Tonne war voll mit Bountys, Mars und Schokoküssen – alles noch nicht abgelaufen. Warum man sowas einfach wegwirft: schleierhaft.

Plötzlich konnte ich auch einige meiner Freunde dafür begeistern. Alles Menschen, die wie ich nie im Leben dran gedacht hätten, mal Containern zu gehen. Schließlich ist das Thema mit vielen Vorurteilen belastet. Die meisten, denen ich davon erzählt habe, haben aber durchaus positiv reagiert. Zumindest nachdem ich ihnen die Fotos der Beute gezeigt habe. Einige Tage nach unserem Süßkram-Fund machte ich mich dann mit einer Freundin zum vorerst letzten Mal in meiner Container-Karriere auf, denn leider braucht man in Fulda dafür ein Auto.

Ein Umdenken ist gefordert

Euphorisch wühlten wir rum, plötzlich fuhr ein Auto auf den Parkplatz. Der Arsch ist uns beiden auf Grundeis gegangen, schnell haben wir versucht uns an der Hauswand zu verstecken. Denn Containern ist verboten. Wird man erwischt, können einem miese Strafen drohen. Genau das macht den Nervenkitzel aber auch aus. Ein Mann stieg aus dem Auto, hat uns prompt entdeckt, rief uns aber zu „Ihr könnt ruhig rauskommen, ich bin auch zum Containern hier.“ Erleichtert haben wir uns wieder zu den Mülltonnen gewagt, uns mit ihm übers Containern ausgetauscht, unsere Einkaufstüten vollgestopft und uns gefreut, dass das nächste Abendessen wieder kostenlos sein wird. Zwar aus dem Müll, aber alles andere als ekelhaft.

Ein Thema, wo es definitiv an der Zeit ist, dass etwas passiert und umgedacht wird. Gibt es keine anderen Möglichkeiten als die Sachen wegzuschmeißen? Warum wird Containern bestraft? Und vor allem: Warum wird man schief angeschaut, wenn man erzählt, dass man Containern geht? Warum zur Hölle sollte es ekelhaft sein, noch abgepackte Lebensmittel aus der Tonne zu fischen und zu essen? Alles Fragen, die man sich und der Gesellschaft mal stellen sollte. Mit gutem Beispiel geht seit Kurzem Frankreich voran: Dort darf nichts mehr weggeworfen werden – es muss gespendet werden.

Hello Ideenloch, my old friend

In der letzten Zeit war es hier wieder ruhiger. Nicht, weil ich den Blog bewusst vernachlässigen wollte, sondern weil ich einfach in einem kleinen Ideenloch oder auch Blogtief sitze, aus dem ich irgendwie nicht mehr rauskomme.

Pullover: Acne Studios; Jeans, Socken: Monki; Tasche: H&M; Schuhe: Puma x Rihanna

Ich würde gern wieder mehr bloggen, kreative Sachen machen, fotografieren, mehr schreiben, Videos drehen, Pläne schmieden. Aber irgendwie will es alles nicht so recht. Momentan habe ich keine Ahnung, was ich hier posten soll, irgendwie sind alle anderen Blogs ohnehin viel besser als meiner, und warum sollten Menschen bei der Fülle an tollen Blogs meinen überhaupt beachten. Schließlich muss man sich irgendwo mit ein wenig Individualität zwischen dem ganzen Einheitsbrei behaupten. Und irgendwo glaube ich, dass ich das nicht kann, fühle mich von der ganzen Blogosphäre und ihrer Schnelllebigkeit erschlagen. Ein klassisches Tief eben.

Ich würde so gerne, aber weiß nicht wie.

Eigentlich ist es lustig: Vor einem halben Jahr, als mein Privatleben furchtbar stressig war, da habe ich mich in diese Seite gestürzt, jede freie Minute damit verbracht Ideen auszuhecken und Posts zu verfassen. Jetzt, wo alles wunderbar rund läuft, fehlt mir der Elan und ich verbringe meine Abende lieber mit Nichtstun auf der Couch. Eigentlich hatte ich gehofft, dass das mit dem Ende des Winters wieder anders wird. Wer kennt es schließlich nicht: die unkreative Phase der leichten Winterdepressions gepaart mit viel zu kurzen Tagen, an denen man kein Sonnenlicht abbekommt, weil man von 10 bis 18 Uhr im Büro hockt. Aber jetzt mit den ersten Frühlingsanzeichen ist es bisher immer noch nicht besser geworden. Und ich weiß so gar nicht, was ich dagegen tun soll. Ich würde so gerne, aber weiß nicht wie.

Das Drei-Teile-Prinzip

Vergangenes Jahr habe ich über Monate hinweg die Capsule Wardrobe probiert, musste aber feststellen, dass es nicht unbedingt zu hundert Prozent etwas für mich ist. Warum habe ich bereits hier geschrieben. Nun habe ich mir etwas Neues überlegt.

Trenchcoat: Topshop; Jeans: Cheap Monday; Bluse: H&M Trend; Schuhe: Acne Studios; Tasche: Proenza Schouler

Irgendwie ist das mit dem Klamottenkaufen doch wieder etwas ausgeartet. Es gibt einfach zu viele schöne Sachen, die ich gern in meinem Kleiderschrank hätte. Instagram und Blogs sind was Konsumverzicht angeht auch nicht unbedingt eine Hilfe, schließlich wird man permanent von neuen Teilen angefixt. Da es aber idiotisch ist, sich ständig den neuesten heißen Scheiß zu kaufen, möchte ich mir bis zum Ende des Jahres eine Regel setzen: Ich darf nur drei neue Dinge im Monat kaufen.

Ist das nicht ziemlich viel?

Der ein oder andere wird nun schlucken: drei Sachen? Ist das nicht eigentlich ziemlich viel? Ich habe ewig überlegt, was für Regeln ich mir aufstellen könnte: eine Klamotte in vier Wochen, Schuhe und Accessoires ausgeschlossen? Nein, sonst würde ich vermutlich zehn Paar Schuhe im Monat kaufen und hätte am Ende 2017 110 neue Sneaker im Schrank. Das soll nicht Sinn der Sache sein. Komplett auf Konsum zu verzichten, das geht eigentlich gar nicht. Und ein einziges Teil in vier Wochen ist etwas zu wenig, wenn man gerade dringend irgendwas braucht, weil man in den Urlaub fliegt.

Drei Sachen hat man schnell zusammen

Deshalb: Ab März darf ich im Monat nicht mehr kaufen als drei Sachen. Da zählt aber alles rein: Klamotten, Schuhe, Schmuck, Taschen, Mützen, Sportklamotten, Schlafsachen, Strumpfhosen, schöne Unterwäsche. Und wie schnell hat man bei H&M zu einem Basic Shirt, einer schwarzen Strumpfhose und einer Kette gegriffen? Ich denke jeder hier weiß, wie schnell das geht. Die drei Teile sind schnell voll, das ist einem oft gar nicht so bewusst. Am Ende des Monats werde ich euch dann immer zeigen und erzählen, was der Monat mit eingedämmtem Konsum so für mich gebracht hat.

Erneut Ausmisten

Trotzdem möchte ich auch wieder mehr in die Richtung Capsule Wardrobe, mich allerdings nicht mehr so krass einschränken. Das hat einfach nicht funktioniert. In den kommenden Tagen werde ich erneut aussortieren, allerdings auch nochmal alles, was ich nicht in meinen Capsules der letzten Monate hatte durchgehen und Sachen eventuell zurück in meinen Schrank verfrachten. Vielleicht finde ich da ja das ein oder andere Teil, das schon längst in Vergessenheit geraten ist.

Hoodie und Sneaker – Die Fashion-Challenge im Februar

Hoodie, Jeans und Sneaker – ich liebe entspannte und bequeme Looks. Was ich ebenfalls ziemlich cool finde: Projekte, die Blogger vereinen wie zum Beispiel die kürzlich ins Leben gerufene Fashion Challenge von Who is Mocca.

Hoodie: H&M; Jeans und Socken: Monki; Schuhe: Puma; Tasche: Proenza Schouler

Wenn ich mich so zurückerinnere, haben mich Hoodies schon mein ganzes Leben lang begleitet. Als Sechsjährige gehörte neben meiner Tigerenten-Latzhose ein Hoodie in blau und orange zu meiner täglichen Uniform, mit 13 bestellte ich mir lustige Sweatshirts bei EMP, irgendwann besaß ich einen rosanen von H&M. Dann hatte ich eine lange Phase, in der Hoodies und Sweatshirts neben vielen Mädchenkleidern nicht in meinen Schrank passten. Das hat sich zum Glück gewandelt, der Hoodie ist nicht nur allgemein im Vormarsch, sondern auch in meiner Garderobe wieder ein willkommener Gast.

Denn inzwischen trage ich viel lieber Mom Jeans mit Pulli, meine unzähligen schwarzen Lederschuhe habe ich gegen Sneakers getauscht. Bequem, entspannt und lässig eben – genau mein Ding. Und deshalb wanderte vor Kurzem dieser graue Hoodie in meine Einkaufstüte. Er ist nicht nur riesig, flauschig und gemütlich – die Patches machen ihn irgendwo zu etwas Besonderem. Also genau das Richtige für die Fashion Challenge, an der ich mit diesem Beitrag teilnehme.

 

Eine Jogginghose bürotauglich stylen

Wer kennt es nicht: Es ist viel zu früh, und am liebsten würde man in Jogginghose ins Büro. Aber warum sollte man das eigentlich nicht? Meine Tipps, womit der Jogger auch im Alltag getragen werden kann.

Hose, Hemd: H&M, Jacke: Zara; Schuhe: Dr. Martens; Tasche: Proenza Schouler

„Wer Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, tönte einst Karl Lagerfeld. Finde ich völlig schwachsinnig. Wer Jogginghose trägt, der mag es schließlich einfach nur möglichst komfortabel. In den letzten Wochen und Monaten ist meine liebste Hosenart auch endlich mehr oder weniger auf der Straße angekommen. Ich habe mir überlegt, wie man sie auch im Büro tragen könnte. Denn sind wir mal ehrlich: Wer sitzt gern acht Stunden in enger Jeans am Schreibtisch? Richtig, niemand. Natürlich wird nicht jeder Chef begeistert sein, wenn man in Schlabberhose an der Arbeit erscheint, aber das sollte jeder für sich selbst einschätzen können. Eine riesige Auswahl an Jogginghosen bietet zum Beispiel die Seite Netzshopping. Dort kann man in vielen unterschiedlichen Kategorien wählen, die die meisten Onlineshops so nicht bieten.

Das Modell

Die erste Voraussetzung ist natürlich, dass die Hose nicht zehn Jahre alt ist, Flecken hat und völlig ausgewaschen ist. Für einen Alltagslook sollte die Jogginghose schon etwas „schicker“ sein. Meine wird durch die Bundfalten zum Beispiel um einiges aufgewertet.

Das Oberteil

Zum Jogger auch noch ein Schlabberpulli geht daheim. Außerhalb der guten Stube, der Couch der besten Freundin oder dem Supermarkt sollte das eher vermieden werden. Deshalb: Rein ins Hemd, die Bluse oder irgendein anderes schickeres Oberteil.

Die Schuhe

Auch hier gilt: Die abgetanzten Sneaker und Adiletten sollten daheim bleiben. Ich habe mich für Dr. Martens in Lackoptik entschieden, die passen einfach immer.


*In freundlicher Zusammenarbeit mit Netzshopping