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Lifestyle

August /17

Der August ist rum und war für mich vor allem davon geprägt, mich in meinem neuen Job einzuleben. Ich fotografiere nämlich nun – wie man unschwer in diesem Post erkennen kann – hauptberuflich Sneaker. Hier einige Impressionen aus meinem vergangenen Monat.

 

Wimpernlifting und WowBrows bei der Parfümerie Akzente

Hoodie, Jeans, Sneaker, schnell die Haare gekämmt und los geht’s – ich mag es meistens möglichst unkompliziert und schlafe lieber länger, als perfekt gestylt aus dem Haus zu gehen. Deshalb habe ich das Wimpernlifting und die WowBrows bei der Beautylounge von Akzente in Fulda getestet.

Vor Ewigkeiten hatte ich mir mal die Wimpern beim Friseur färben lassen. Da ich eher ein heller Typ bin, sind meine auch dementsprechend blond. Ohne Wimperntusche sehe ich meistens recht krank aus. Für die Extraminuten Schlaf am Morgen habe ich das allerdings meistens in Kauf genommen. Leider hatte man damals kaum etwas von der Farbe gesehen, mein Fazit fiel eher nüchtern aus. Aber gibt es nicht doch Möglichkeiten zu tricksen, damit man morgens nicht ganz so zerstört aussieht und trotzdem quasi ungeschminkt das Haus verlassen kann?

Als mir Luisa vom neuen Wimpernlifting bei Akzente erzählte und ihre Wimpern zeigte, war ich völlig aus dem Häuschen: Sie hatten einen perfekten Schwung, waren sichtbar dunkel gefärbt und machten einen riesigen Unterschied im Vergleich zu ihren unbehandelten Wimpern. Ganz klar, das wollte ich austesten. Also machte ich mir einen Termin und ein paar Tage später lag ich bereits in der Beautylounge – die zweite kosmetische Behandlung meines Lebens.

Von Anfang an fühlte ich mich super aufgehoben. Lash Expertin Lisa erklärte mir genau, was jetzt gemacht wird und legte sofort los mit einer gründlichen Reinigung der Augenpartie. Luisa hatte mich bereits vorgewarnt, dass es komisch sein könnte, eine knappe Stunde die Augen zu schließen. Einzig und allein das Silikonpad, das zum Formen der Wimpern direkt an den Wimpernkranz gelegt wird, fühlte sich anfangs merkwürdig an.

Nachdem das Silikonpad am Auge richtig anlag, wurden die Wimpern einzeln darauf gelegt, zwei verschiedene Lotions kamen ins Spiel und anschließend wurden sie gefärbt. Tatsächlich ist es alles eine sehr angenehme Prozedur gewesen und für mich eine Entspannung im stressigen Alltag, die ich bitter nötig hatte. Während der Einwirkzeit machte sich Lisa noch an meine Augenbrauen, färbte sie, wachste sie. Auch die hatte ich noch nie machen lassen. Die Technik, die sie anwendete, nennt sich WowBrows.

Nach einer knappen Stunde war ich mit beidem fertig. Beim ersten Blick in den Spiegel flippte ich kurz aus: Obwohl ich quasi ungeschminkt war, sah ich definitiv annehmbar aus und wesentlich gesünder als ohne Wimpernlifting. Meine Wimpern hatten genau wie bei Luisa einen perfekten Schwung und durch das Färben waren sie schön sichtbar. Auch meine Augenbrauen gaben meinem Gesicht eine schöne Form. Genau das, was ich schon länger genau so haben wollte.

Übrigens: Das Wimpernlifting soll sechs bis acht Wochen halten. Zwar war die Wimpernfarbe nicht ganz von so langer Dauer, die Form ist aber nach sieben Wochen immer noch da. Nicht mehr ganz so krass wie am Anfang, aber immer noch vorhanden. Die Farbe könnte man problemlos nachfärben lassen. Und auch für die Mädels, die sich täglich schminken ist das Wimpernlifting etwas: Mit Tusche sahen meine Wimpern so krass aus, dass man hätte meinen können, ich würde Fake Lashes tragen.

Die Preise für beide Behandlungen und die Online-Terminbuchung der Beautylounge Akzente findest du hier.

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Welcome to my Crib III mit Posterlounge

Wie das bei einem Umzug so ist – bis alles steht – dauert es ewig. Auch bei uns in der neuen Wohnung sind so einige Ecken noch eine ziemliche Baustelle. Endlich hängen jetzt im Wohnzimmer zumindest Poster, die alles gleich viel wohnlicher machen.

Dass meine Prints aus meinem alten Wohnzimmer etwas zu girly für die gemeinsame Wohnung sind, dürfte verständlich sein. Aber – genau wie bei den Möbeln – etwas zu finden, das uns beiden gefällt, ist natürlich nicht so leicht. Posterlounge bietet eine riesige Auswahl an vielen verschiedenen Prints in diversen Größen. Nach einer Vorauswahl, die wir getroffen hatten, haben wir uns letztendlich für die drei lustigen Tierprints entschieden. Vielleicht nicht unbedingt das, was viele in einer neuen, halbwegs stylischen Bude erwarten, aber auf alle Fälle sehr witzig anzuschauen.

Der Versand ging super fix. Was mir besonders gefallen hat: Man kann sich direkt zu den Postern für ein paar Euro Posterleisten mitliefern lassen. Die Montage ist einfach und schnell gemacht; im Nu hingen Walross, Hund und Katze an der Wand. Übrigens: Es gibt bei Posterlounge eine extra Rubrik nur mit Einhorn-Prints.


*in freundlicher Zusammenarbeit mit Posterlounge

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Welcome to my Crib II mit Rackbuddy

Vor gut einem Monat sind wir umgezogen. Hier konntet ihr bereits einen winzigen Teil der Wohnung sehen. Heute zeige ich euch zusammen mit Rackbuddy ein wenig mehr und gebe ein kleines Update.

Sobald ich eine leere Wohnung sehe, fange ich im Kopf bereits an, sie einzurichten. Oder umgekehrt: Sobald ich ein Möbelstück sehe, was ich gern hätte, nehme ich mir fest vor, dass ich es im Falle eines Umzugs definitiv kaufe. So war das beim riesigen Schaukelstuhl aus der Ikea PS 17 Kollektion, der nun im Wohnzimmer sehr viel Platz einnimmt. Aber auch die tolle Kleiderstange aus Metallrohren von Rackbuddy gehört genau zu diesen Stücken. Auf Some Lost Girl hatte ich sie Anfang des Jahres bereits angeschmachtet. Welch ein Glück, dass wir wenige Wochen später die Zusage zu dieser Traumwohnung bekommen haben.

Das Modell, das ich mir ausgesucht habe, ist Bob Steele in der mittleren Größe, und er passt wirklich perfekt in den Flur. Die Lieferung ging sehr schnell, das Aufbauen war unkompliziert. Leider hat ein kleines Teil gefehlt, es wurde mir aber sofort nachgeliefert, sodass es drei Tage nach meiner Mail bereits in meinem Briefkasten lag. Der Kundenservice ist also auch top. Die Stange macht einen sehr soliden Eindruck und sollte jede noch so große Last aushalten.

Ansonsten geht es voran: das Schlafzimmer ist fertig, das Arbeitszimmer steht soweit. Es sind nur noch wenige Sachen, die eingeräumt werden müssen. Auch die große Terrasse ist schon recht gemütlich. Besonders gefreut habe ich mich auch über die senfgelben Kinosessel, die wir ergattern konnten. Hier in Fulda stand ein altes Kino, wo wir alle als Kind unsere ersten Filme geschaut haben, leer und wird nun abgerissen. Daher stammen die Sitze. Jetzt brauchen sie nur noch einen ordentlichen Platz.


*in freundlicher Zusammenarbeit mit Rackbuddy

Die erste Jahreshälfte 2017 – Ein persönlicher Rückblick

Wow, 2017. Gut zur Hälfte rum, und es hat sich wahnsinnig viel getan. Vieles konntet ihr bereits auf meinem Instagram-Account verfolgen, anderes wiederum nicht. Aber was ist eigentlich im letzten halben Jahr so passiert? Ein Update.

 

Vieles kommt im Leben unerwartet. Aber meistens sind die wirklich unerwarteten Dinge die allerbesten. Das aktuelle Jahr hat für mich bisher eigentlich nur voller Überraschungen gesteckt. Hätte mir jemand gesagt, dass sich mein Leben im Vergleich zu vor genau einem Jahr um 180 Grad dreht, hätte ich wahrscheinlich gelacht. Weil das meiste für mich immer noch ziemlich unreal ist. Manchmal muss ich mich tatsächlich gedanklich kneifen und fragen: Ist das jetzt gerade wirklich so? Ja, ist es. Und es ist verdammt gut.

Aber schauen wir erstmal zurück. Vor ungefähr einem Jahr habe ich noch in meiner WG gewohnt, meine Katze Millicent musste ihren Napf noch nicht mit Hermine teilen, dieser Text war mehr als aktuell, und ich steckte mitten in meinem Volontariat bei einem Fuldaer Magazin. Das war natürlich nicht komplett schlecht. Meistens nehme ich Situationen so, wie sie kommen und versuche, das Beste draus zu machen. Es war alles ganz okay. Manches besser, manches schlechter. Vor genau einem Jahr waren außerdem die Dreharbeiten zu „Das perfekte Dinner“ von VOX, was dann im September ausgestrahlt wurde.

 

Die größte Veränderung des vergangenen Jahres war auf jeden Fall meine erste eigene Wohnung. Ein hübscher Altbau, groß genug für die zwei Katzen und mich, direkt in der Innenstadt, ein echter Glücksfang. Eigentlich schade um die Bude, aber genau dort bin ich wieder ausgezogen. Seit Mitte Juni wohne ich mit Freund, Hund und Katzen in einer noch viel tolleren, großen, offenen Wohnung eine Straße weiter. Das Beste: Die Terrasse mit 50 Quadratmetern. Hier habe ich bereits einen kleinen Einblick gewährt.

Was viele vielleicht etwas überrascht ist, dass ich dort nicht alleine wohne. Aber ich musste einfach für mich selbst feststellen: Wenn es passt, dann passt es. Wenn eben nicht, dann sollte man es auch nicht künstlich erzwingen. Denn am Ende macht genau das einen nicht glücklich. Und das ist bei allen Sachen stets die Hauptsache im Leben. Dafür trifft man irgendwann Menschen, mit denen es umso besser funktioniert.

Außerdem: Ich habe gekündigt. Als Volontärin und anschließend als Redakteurin hatte ich hier tolle Möglichkeiten. Völlig frei konnte ich entscheiden, was für Themen ich behandeln möchte, über was ich schreiben möchte, mit wem ich Interviews führen und auf welche Termine ich gehen will. In den drei Jahren habe ich unendlich viel gelernt und so viele interessante Menschen kennengelernt, das hätte ich mir niemals erträumt. Die Orsons, Christoph Maria Herbst, Kraftklub, Oliver Rath, Jennifer Weist – um nur mal ein paar größere Namen aufzuzählen. Aber alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Und wenn man sich mit etwas nicht mehr wohl fühlt und identifiziert, sollte man eben einen Schlussstrich ziehen.

 

Was mich dafür umso glücklicher macht: Seit Anfang April habe ich endlich meinen Führerschein. Ja, mit 23 bin ich was das angeht ein absoluter Nachzügler. Aber da habe ich mich einfach nicht stressen lassen. Vielleicht schreibe ich irgendwann mal einen Text, warum ich den Lappen erst jetzt gemacht habe. In dem Zusammenhang steht auch seit einigen Wochen eine babyblaue Vespa in meiner imaginären Garage.

Es bleibt spannend, was die zweite Jahreshälfte bringt. Da ich nun nicht mehr Vollzeit-Schreiberling bin, hoffe ich, dass ich in meiner Freizeit nun mehr Elan haben werde, Texte für den Blog zu verfassen. Denn neben dem eigenen Blog, sind wir momentan auch am tüfteln für ein neues Projekt. Es bleibt also spannend.

(Titelbild: Julia Schwarz)

Welcome to my new crib – Preview mit Design Letters

Long time no see! Wer mir auf Instagram folgt, der weiß vielleicht: Ich bin mal wieder umgezogen. Heute zeige ich euch gemeinsam mit ediths und Design Letters eine kleine Vorschau unserer neuen Wohnung.

Was Wohnungssuche angeht, bin ich wirklich ein kleiner Glückspilz. Meine WG war wunderschön, meine erste eigene Wohnung ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Und die Bude, die wir jetzt gefunden haben, ist der absolute Traum. 100 Quadratmeter neu renovierter Altbau mit 50 Quadratmeter Terrasse mitten in der Fußgängerzone – etwas Besseres findet man sicherlich nicht. Nie hätte ich gedacht, dass ich mit 23 mal so wohnen würde.

Vor einer Woche sind wir also nun hier eingezogen – Freund, Hund, die zwei Katzen und ich. Noch gibt es natürlich super viel zu tun, wie das eben so ist. Die Wohnung gleicht noch einem riesigen Chaos und es ist alles andere als einfach, zwei komplett ausgestattete Haushalte zusammenzuführen. Vor allem nicht so, dass es beiden Parteien gefällt. Bis alles wirklich fertig ist, wird es also noch dauern. Einige kleine Ecken kann ich euch aber bereits zeigen.

Die beiden Buchstaben-Tassen und die zwei Message Boards sind von der Marke Design Letters, die ihr unter anderem bei ediths findet.


*in freundlicher Zusammenarbeit mit ediths

Zehn Dinge, die meine Katzen lieben

Seit einem Jahr bin ich stolze Katzenmama. Hier habe ich euch bereits ausführlich davon erzählt, was man bei der Anschaffung von Fellnasen alles beachten muss. Heute erzähle ich euch in Zusammenarbeit mit Felix, was Hermine und Millicent alles lieben, und welche Eigenarten sie haben.

 

Jede Katze ist anders, und so haben meine Rabauken natürlich jeder so seine Angewohnheiten. Im Bett legt sich Hermine zum Beispiel auf einen drauf, während Millicent sich an meine Seite kuschelt.

Die beiden sind nicht wirklich die schlauesten Katzen. Um ehrlich zu sein sind Hermine und Millicent ziemlich dumm. Sie setzen sich vor eine Tür, die einen Spalt offen ist und maunzen, bis sie jemand öffnet. Eine Sache haben sie allerdings rausbekommen: Die Schlingel öffnen die Leckerlischublade von selbst. Vor allem lieben sie den Felix Knabbermix mit Käse.

Manche Katzen mögen es, aus dem fließenden Wasserhahn zu trinken. Hermi und Milli hingegen plantschen gern mit den Pfötchen in ein paar Zentimetern Wasser, die in der Badewanne sind.

Ihr liebstes Spielzeug: Papierkügelchen und Verpackungsmaterial. Sie haben ja nicht etwa einen großen Kratzbaum und ein komplettes Zimmer vollgepackt mit Spielzeugen …
Hermine liebt Rosmarin. Jedes Mal, wenn ich einen frischen Strauch kaufe und in der Küche platziere, knabbert sie ihn weg. Zum Kochen kaufe ich also nur noch getrocknete Kräuter.

Ich habe bereits gefühlte tausend Futtersorten durchprobiert. Egal ob teuer oder günstig, das Felix Futter – am besten mit viel Sauce – essen sie einfach am liebsten. Über diesen Link gibt es übrigens einen Rabattcode.
Ein wirklicher Segen ist Millicent beim Transport: die Mieze wird keinen einzigen Ton von sich geben. Egal, ob sie Auto, Zug oder Fahrrad fahren muss. Vielleicht ja auch eine Sache, die sie insgeheim liebt?

Meistens sind Milli und Hermi nicht wirklich an menschlichem Essen interessiert. Mit einer Ausnahme: der Speck vom Schwarzwälder Schinken.
Die Verrücktere von beiden ist eindeutig Hermine. Sie springt überall hin: ob auf die Schulter, den Schrank oder die Tür – nichts ist vor der Kleinen sicher. Nachts ist das aber manchmal eine Tortur – zumindest für diejenigen, die schlafen wollen und am nächsten Tag arbeiten müssen.

Sie lieben es, Chaos zu veranstalten. Wenn man nach der Arbeit heimkommt, gibt es oft eine etwas chaotische Überraschung. Sei es, dass sie eine Pflanze umgeschmissen haben, den Schreibtisch abgeräumt oder überall Katzenstreu hinterlassen haben. Aber das gehört eben dazu, wenn man sich Haustiere anschafft.


*in freundlicher Zusammenarbeit mit Felix

Containern – Wenn das Dinner aus der Tonne kommt

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Containern – das Essen aus der Tonne. Die meisten sind allein bei dem Gedanken angewidert. Auch ich gehörte zu genau der Sorte Menschen – bis ich es selbst ausprobiert habe.

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Laut einer Studie des WWF von 2015 werfen die Deutschen 18,4 Millionen Lebensmittel im Jahr weg, 40 Prozent davon in Privathaushalten. Der Rest kommt unter anderem bei Supermärkten in die Tonne. Oft sind die Lebensmittel noch verzehrbar, gerade erst abgelaufen. Trotzdem ist das sogenannte Containern – also sich das Weggeworfene aus den Mülleimern der Märkte zu fischen – verboten und verpönt. Aber ist das wirklich so eklig, wie es klingt?

Containern muss doch eklig sein?

Eigentlich wollte ich diesen Text schon vor Ewigkeiten schreiben, spätestens seitdem Maddie von Daria Daria das Thema aufgegriffen hat, steht es aber fest auf meiner Themenliste. Denn es ist wichtig drüber zu sprechen. Ich kann mich nämlich noch ganz gut daran erinnern, als einer meiner Facebookfreunde vor Jahren ein Foto mit ganz vielen Lebensmitteln gepostet hat. Die Caption: „Freunde, das habe ich heute beim Containern erbeutet, ihr seid alle herzlich eingeladen.“ Das fand ich erstmal furchtbar eklig. Diese Einstellung hat sich ziemlich gewandelt.

Das erste Mal Containern war ich vergangenen Mai zu Recherchezwecken für die Titelgeschichte für das Magazin, bei dem ich arbeite. Ich habe zwar nicht an der Geschichte mitgeschrieben, fand das Thema aber trotzdem interessant. Als meine Kollegin gefragt hat, ob jemand mit möchte, sagte ich sofort zu. Wir haben uns für abends verabredet, fuhren mit einer großen Ikea-Tüte im Schlepptau zu einem der lokalen Supermärkte. Ein Insider hatte uns verraten, wo man in Fulda am besten Containern gehen könne.

Abgepackte Pilze, Salate, ein hübscher Blumenstrauß

Es war kurz nach Ladenschluss, der Parkplatz verlassen, die Container stehen quasi offen dort rum. Keine großen Müllcontainer, sondern flache aus Plastik, bei denen man lediglich den Deckel abnehmen muss. Und genau das haben wir getan und sofort mit dem Wühlen angefangen. Denn natürlich ist Containern kein bequemer Einkauf, man muss erstmal durch ziemlich viel vergammelte Sachen stochern, die tatsächlich eine Daseinsberechtigung im Abfall haben. Was man aber zwischen verschimmelten Melonen und verdorbenem Fleisch findet hat uns schockiert: Champignons, die ich in dem Zustand noch im Laden gekauft hätte, lauter abgepackte Salate, Aufschnitt, sogar einen hübschen Blumenstrauß, kleine Blumentöpfe und eine Zimmerpflanze.

Voller Euphorie über die geschenkten Lebensmittel wühlten wir uns durch die drei Mülltonnen, ständig entdeckten wir etwas Neues, das in unsere Tüte wanderte. Es machte sogar Spaß, es war wie eine Art Schatzsuche. An dem Abend fuhren wir noch zu einem weiteren Supermarkt, auch dort waren die Tonnen so voll, dass wir gar nicht alles mitnehmen konnten, was noch gut war. Daheim angekommen teilten wir alles untereinander auf und zogen Bilanz: In einer Stunde hatten wir Essen für eine ganze Woche erbeutet. Natürlich rochen die Sachen nicht nach Rosen. Ich spülte also alles einmal gründlich ab und packte es dann in unseren WG-Kühlschrank.

Eine Tonne voll mit Süßigkeiten

Ein paar Tage später ging ich mit einem anderen Kollegen nochmal los. Was wir in den Containern vorfanden war noch schockierender als das Mal davor: Die ganze Tonne war voll mit Bountys, Mars und Schokoküssen – alles noch nicht abgelaufen. Warum man sowas einfach wegwirft: schleierhaft.

Plötzlich konnte ich auch einige meiner Freunde dafür begeistern. Alles Menschen, die wie ich nie im Leben dran gedacht hätten, mal Containern zu gehen. Schließlich ist das Thema mit vielen Vorurteilen belastet. Die meisten, denen ich davon erzählt habe, haben aber durchaus positiv reagiert. Zumindest nachdem ich ihnen die Fotos der Beute gezeigt habe. Einige Tage nach unserem Süßkram-Fund machte ich mich dann mit einer Freundin zum vorerst letzten Mal in meiner Container-Karriere auf, denn leider braucht man in Fulda dafür ein Auto.

Ein Umdenken ist gefordert

Euphorisch wühlten wir rum, plötzlich fuhr ein Auto auf den Parkplatz. Der Arsch ist uns beiden auf Grundeis gegangen, schnell haben wir versucht uns an der Hauswand zu verstecken. Denn Containern ist verboten. Wird man erwischt, können einem miese Strafen drohen. Genau das macht den Nervenkitzel aber auch aus. Ein Mann stieg aus dem Auto, hat uns prompt entdeckt, rief uns aber zu „Ihr könnt ruhig rauskommen, ich bin auch zum Containern hier.“ Erleichtert haben wir uns wieder zu den Mülltonnen gewagt, uns mit ihm übers Containern ausgetauscht, unsere Einkaufstüten vollgestopft und uns gefreut, dass das nächste Abendessen wieder kostenlos sein wird. Zwar aus dem Müll, aber alles andere als ekelhaft.

Ein Thema, wo es definitiv an der Zeit ist, dass etwas passiert und umgedacht wird. Gibt es keine anderen Möglichkeiten als die Sachen wegzuschmeißen? Warum wird Containern bestraft? Und vor allem: Warum wird man schief angeschaut, wenn man erzählt, dass man Containern geht? Warum zur Hölle sollte es ekelhaft sein, noch abgepackte Lebensmittel aus der Tonne zu fischen und zu essen? Alles Fragen, die man sich und der Gesellschaft mal stellen sollte. Mit gutem Beispiel geht seit Kurzem Frankreich voran: Dort darf nichts mehr weggeworfen werden – es muss gespendet werden.

Welcome to my Crib: Meine Küche

Fast wichtiger als ein hübsches Wohnzimmer ist mir eine große Küche. Ich verbringe viel lieber Abende mit meinen Freunden dort als auf der Couch und das, obwohl ich wirklich ein ziemlich stattliches Wohnzimmer habe. Klar, so riesig ist meine Küche nun auch nicht, allerdings wurden dort schon die ein oder anderen Wein- und Kochabende ausgefochten. Heute zeige ich euch einen kleinen Einblick.


*Die beiden Prints und der Moscow Mule-Becher wurden mir von Format – Zeit für Schönes zur Verfügung gestellt. Schaut dort doch mal vorbei, dort gibt es wirklich tolle Kunstdrucke und Kleinkram. Vor allem für alle, die noch Weihnachtsgeschenke suchen, lohnt sich der Klick. Wer jetzt bestellt hat die Ware auch noch vor dem 24.

Welcome to my Crib: Mein Wohnzimmer

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Welcome to my Crib! Endlich gibt es einen kleinen Einblick in meine neue Wohnung, den Anfang macht das Wohnzimmer. Zwar bin ich immer noch nicht zu 100 Prozent zufrieden, leider ist es relativ blöd geschnitten. Trotzdem ist es denke ich vorzeigbar, inklusive Katzen und Reste der Harry Potter-Party.


 

*Oben im Foto seht ihr den Hessentritt Poncho von der hessischen Firma Kolter. Er ist kuschlig weich und hält super warm, im Büro bin ich im Winter auch immer in eine Decke der Marke eingewickelt. Wer also noch eine klasse Decke für die Wintermonate sucht, der sollte da mal vorbeischauen. Es gibt sogar für diverse hessische Städte extra Motivdecken, sogar für Fulda. (Der Poncho wurde mir zur Verfügung gestellt.)