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Containern – Wenn das Dinner aus der Tonne kommt

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Containern – das Essen aus der Tonne. Die meisten sind allein bei dem Gedanken angewidert. Auch ich gehörte zu genau der Sorte Menschen – bis ich es selbst ausprobiert habe.

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Laut einer Studie des WWF von 2015 werfen die Deutschen 18,4 Millionen Lebensmittel im Jahr weg, 40 Prozent davon in Privathaushalten. Der Rest kommt unter anderem bei Supermärkten in die Tonne. Oft sind die Lebensmittel noch verzehrbar, gerade erst abgelaufen. Trotzdem ist das sogenannte Containern – also sich das Weggeworfene aus den Mülleimern der Märkte zu fischen – verboten und verpönt. Aber ist das wirklich so eklig, wie es klingt?

Containern muss doch eklig sein?

Eigentlich wollte ich diesen Text schon vor Ewigkeiten schreiben, spätestens seitdem Maddie von Daria Daria das Thema aufgegriffen hat, steht es aber fest auf meiner Themenliste. Denn es ist wichtig drüber zu sprechen. Ich kann mich nämlich noch ganz gut daran erinnern, als einer meiner Facebookfreunde vor Jahren ein Foto mit ganz vielen Lebensmitteln gepostet hat. Die Caption: “Freunde, das habe ich heute beim Containern erbeutet, ihr seid alle herzlich eingeladen.” Das fand ich erstmal furchtbar eklig. Diese Einstellung hat sich ziemlich gewandelt.

Das erste Mal Containern war ich vergangenen Mai zu Recherchezwecken für die Titelgeschichte für das Magazin, bei dem ich arbeite. Ich habe zwar nicht an der Geschichte mitgeschrieben, fand das Thema aber trotzdem interessant. Als meine Kollegin gefragt hat, ob jemand mit möchte, sagte ich sofort zu. Wir haben uns für abends verabredet, fuhren mit einer großen Ikea-Tüte im Schlepptau zu einem der lokalen Supermärkte. Ein Insider hatte uns verraten, wo man in Fulda am besten Containern gehen könne.

Abgepackte Pilze, Salate, ein hübscher Blumenstrauß

Es war kurz nach Ladenschluss, der Parkplatz verlassen, die Container stehen quasi offen dort rum. Keine großen Müllcontainer, sondern flache aus Plastik, bei denen man lediglich den Deckel abnehmen muss. Und genau das haben wir getan und sofort mit dem Wühlen angefangen. Denn natürlich ist Containern kein bequemer Einkauf, man muss erstmal durch ziemlich viel vergammelte Sachen stochern, die tatsächlich eine Daseinsberechtigung im Abfall haben. Was man aber zwischen verschimmelten Melonen und verdorbenem Fleisch findet hat uns schockiert: Champignons, die ich in dem Zustand noch im Laden gekauft hätte, lauter abgepackte Salate, Aufschnitt, sogar einen hübschen Blumenstrauß, kleine Blumentöpfe und eine Zimmerpflanze.

Voller Euphorie über die geschenkten Lebensmittel wühlten wir uns durch die drei Mülltonnen, ständig entdeckten wir etwas Neues, das in unsere Tüte wanderte. Es machte sogar Spaß, es war wie eine Art Schatzsuche. An dem Abend fuhren wir noch zu einem weiteren Supermarkt, auch dort waren die Tonnen so voll, dass wir gar nicht alles mitnehmen konnten, was noch gut war. Daheim angekommen teilten wir alles untereinander auf und zogen Bilanz: In einer Stunde hatten wir Essen für eine ganze Woche erbeutet. Natürlich rochen die Sachen nicht nach Rosen. Ich spülte also alles einmal gründlich ab und packte es dann in unseren WG-Kühlschrank.

Eine Tonne voll mit Süßigkeiten

Ein paar Tage später ging ich mit einem anderen Kollegen nochmal los. Was wir in den Containern vorfanden war noch schockierender als das Mal davor: Die ganze Tonne war voll mit Bountys, Mars und Schokoküssen – alles noch nicht abgelaufen. Warum man sowas einfach wegwirft: schleierhaft.

Plötzlich konnte ich auch einige meiner Freunde dafür begeistern. Alles Menschen, die wie ich nie im Leben dran gedacht hätten, mal Containern zu gehen. Schließlich ist das Thema mit vielen Vorurteilen belastet. Die meisten, denen ich davon erzählt habe, haben aber durchaus positiv reagiert. Zumindest nachdem ich ihnen die Fotos der Beute gezeigt habe. Einige Tage nach unserem Süßkram-Fund machte ich mich dann mit einer Freundin zum vorerst letzten Mal in meiner Container-Karriere auf, denn leider braucht man in Fulda dafür ein Auto.

Ein Umdenken ist gefordert

Euphorisch wühlten wir rum, plötzlich fuhr ein Auto auf den Parkplatz. Der Arsch ist uns beiden auf Grundeis gegangen, schnell haben wir versucht uns an der Hauswand zu verstecken. Denn Containern ist verboten. Wird man erwischt, können einem miese Strafen drohen. Genau das macht den Nervenkitzel aber auch aus. Ein Mann stieg aus dem Auto, hat uns prompt entdeckt, rief uns aber zu “Ihr könnt ruhig rauskommen, ich bin auch zum Containern hier.” Erleichtert haben wir uns wieder zu den Mülltonnen gewagt, uns mit ihm übers Containern ausgetauscht, unsere Einkaufstüten vollgestopft und uns gefreut, dass das nächste Abendessen wieder kostenlos sein wird. Zwar aus dem Müll, aber alles andere als ekelhaft.

Ein Thema, wo es definitiv an der Zeit ist, dass etwas passiert und umgedacht wird. Gibt es keine anderen Möglichkeiten als die Sachen wegzuschmeißen? Warum wird Containern bestraft? Und vor allem: Warum wird man schief angeschaut, wenn man erzählt, dass man Containern geht? Warum zur Hölle sollte es ekelhaft sein, noch abgepackte Lebensmittel aus der Tonne zu fischen und zu essen? Alles Fragen, die man sich und der Gesellschaft mal stellen sollte. Mit gutem Beispiel geht seit Kurzem Frankreich voran: Dort darf nichts mehr weggeworfen werden – es muss gespendet werden.

Leckeres im Advent | Adventskränzchen

Heute dreht sich beim Adventskränzchen alles um Leckereien in der Vorweihnachtszeit. Und was könnte es besseres geben als Bananenbrot? Schmeckt schließlich super und geht schnell. Hier ist mein liebstes Rezept.

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Du brauchst:

3 reife Bananen
300 g Mehl
100 g Zucker
1 Ei
1 Päckchen Backpulver
Prise Salz
Muskat
Zimt
Bourbonvanille
Walnüsse

So geht’s:

  1. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken.
  2. Alles andere in die Schüssel packen, gut verrühren.
  3. Die Kastenform einfetten, Teig rein, Walnüsse oben drauf.
  4. Circa 40 Minuten bei 190 Grad Umluft backen lassen. Fertig!

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Mein Butterbier-Rezept

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Wie vielleicht viele wissen bin ich immer noch betrübt, dass ich mit elf Jahren keinen Hogwarts-Brief erhalten habe. Deshalb erfülle ich mir zu meinem 23. Geburtstag einen Kindheitstraum: Eine Harry Potter-Party. Alle müssen verkleidet kommen, alles wird thematisch passend dekoriert sein, und was natürlich nicht fehlen darf: Butterbier. Heute gibt es mein Rezept für das Lieblingsgetränk von Harry, Ron und Hermine.

Zutaten für Butterbier Rezept

Du brauchst:

500ml Milch
250ml Malzbier
100ml Sahne
Sprühsahne
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
1 TL Honig
1 TL Kakaopulver
1 TL Zimt

Butterbier Rezept

So geht’s:

1. Milch und Sahne zusammen mit dem Vanillezucker, dem Honig, Zimt und dem Kakaopulver aufkochen lassen.

2. Mit Malzbier aufgießen und alles erneut kurz erhitzen (aber nicht kochen lassen).

3. In ein schönes Glas füllen, Sahnehaube drauf und genießen!

butterbier rezept


Für kalte Tage auf der Couch mit einem Harry Potter-Buch wirklich perfekt. Das Malzbier schmeckt nicht zu stark, es ist eher wie eine etwas andere Variante eines Kakaos, aber wirklich lecker. Ich kann mir gut vorstellen, wie unsere drei Lieblingszauberer im Drei Besen gesessen haben und gemeinsam so eine Variante des Butterbiers geschlürft haben. Was ich allerdings auch dazu sagen muss: Das “originale” Butterbier, das in der Wizarding World und den Leavesden Studios ausgeschenkt wird, schmeckt komplett anders (wobei das in den USA viel süßer ist und etwas anders schmeckt als das in London, das in der Wizarding World war meiner Meinung nach besser). Allerdings braucht man für das Rezept soweit ich weiß Cream Soda. Ich bekomme das zwar hier im Rewe, aber eine kleine Dose kostet 1,60 Euro. Für eine Harry Potter-Party mit einigen Gästen also ungeeignet. Trotzdem habe ich mir eine Dose gekauft, mal schauen mit welchem Softdrink es vergleichbar ist. Ich werde also definitiv noch ein weiteres Butterbier-Rezept ausprobieren. Und da ich auf meiner Party natürlich nicht nur Butterbier ausschenken werde, könnt ihr euch in den kommenden Wochen auf so einige Harry Potter-Rezepte und DIYs freuen.


 

FAQ zu “Das perfekte Dinner” (Video)

Ob Daniel bei den Dreharbeiten dabei ist? Bezahlt Vox das Essen? Habe ich noch Kontakt zu den anderen Kandidaten? Ihr habt mir eure Fragen zu meiner Teilnahme an “Das perfekte Dinner” gestellt, hier sind die Antworten. 

 

 

“Das perfekte Dinner” und die Twitter-Kommentare (Video)

Am Dienstag lief meine Folge “Das perfekte Dinner”, hier könnt ihr sie euch noch im Nachhinein anschauen. Für die Fernsehsendung gibt es einige Lästerforen, bei Facebook wird fleißig gegen die Kandidaten gewettert und Twittert gibt ebenfalls seinen Senf dazu. Mein Kollege Joscha hat ein paar Tweets rausgesucht, die ich vorlese und kommentiere. Hätte aber irgendwie fieser sein können…

Bisher steht übrigens noch das Angebot, dass ihr mir alle Fragen, die ihr zu “Das perfekte Dinner” habt, stellen könnt. Am Samstag setze ich mich hin und werde sie alle in einem Video beantworten.

 

“Das perfekte Dinner” – Ausstrahlung am 20. September

Es ist soweit: Die “Das perfekte Dinner”-Folgen aus Fulda werden kommende Woche ausgestrahlt. Mein Gastgebertag ist der Dienstag, und eigentlich würde ich mich gern mit den Miezen im Keller verkriechen und nie wieder rauskommen.

Haha. Also: Dienstag 19 Uhr alle Vox einschalten, wenn ihr mich schwitzen sehen wollt. 😂👌🏻

Ein von Malina Sternberg (@malinasternberg) gepostetes Video am

Mitte Juli war ich fünf Tage lang für “Das perfekte Dinner” von VOX unterwegs. An vier Abenden durfte ich königlich speisen, an einem Tag war ich selbst Gastgeberin. Und das in meiner heißen Dachgeschoss-WG. Recht ausführlich habe ich bereits hier von meinem Dinner-Tag berichtet. Jetzt wird es ernst und die Ausstrahlung steht bevor.

Was, wenn ich was Dummes gesagt habe?

So ganz wohl fühle ich mich dabei um ehrlich zu sein nicht. Zu viele Personen sagen mir immer wieder, wie sehr sie sich drauf freuen, und, dass all ihre Kommilitonen, Kollegen, Familie oder wer auch immer es mit ihnen schauen wollen. Dabei kennen die mich nicht einmal. Und da liegt auch das Problem: Was, wenn ich etwas völlig Dämliches gesagt habe?

Daniel und die bissigen Kommentare

Im Prinzip erinnere ich mich an nichts, das mir peinlich sein sollte. Allerdings war ich irgendwann völlig übermüdet, und wie es zusammengeschnitten und kommentiert wird, das weiß nur das Produktionsteam. Schließlich gibt Sprecher Daniel des Öfteren sehr bissige Kommentare ab. Und was haben die anderen Kandidaten so zu mir und meinem Essen wohl zu sagen? Die Dreharbeiten waren zwar extrem nett und human, allerdings kenne ich das Endergebnis natürlich noch nicht. Und davor habe ich etwas Bammel.

Meine Folge: Dienstag, 20. September um 19 Uhr auf VOX

Da ich aber natürlich niemanden von abhalten kann das ganze Spektakel zu schauen: Kommende Woche, also vom 19. bis 23. September, werden die Folgen mit mir um 19 Uhr auf VOX ausgestrahlt. (Wer keinen Fernseher hat, kann sie bequem und kostenlos über VOX-Now streamen.) Meine Folge als Gastgeber kommt am Dienstag, den 20. September. Ich könnte platzen vor Aufregung, allerdings nicht vor Vorfreude. Es wird extrem merkwürdig sein, sich selbst im Fernsehen zu sehen.

Das Menü an meinem Gastgebertag

Jetzt darf ich euch übrigens auch verraten, was ich gekocht habe:

Aperitif: Zitronenlimonade mit Amarillo Ingwerlikör
Vorspeise: Kürbnisgnocchi mit Feldsalat
Hauptspeise: Überbackenes Ricotta-Spinat-Hähnchen mit Süßkartoffel aus dem Ofen, Rote Beete-Chips und Guacamole
Nachtisch: Weißes Mousse mit Honig-Nektarinen und Himbeersauce

Ob das wirklich alles so geklappt hat wie geplant, das könnt ihr dann im Fernsehen verfolgen.

Das perfekte Dinner


Außerdem habe ich mir gedacht, dass ich anschließend zu meiner Folge und der Dinner-Woche ein FAQ-Video machen werde. Wenn euch also irgendwelche brennenden Fragen auf der Zunge liegen, die ihr schon immer mal zu “Das perfekte Dinner” beantwortet haben wolltet: her damit! Natürlich könnt ihr mir aber auch explizit Fragen zu meinem Gastgebertag stellen.


(Fotos: VOX / ITV Studios)

Mein Gastgebertag Bei „Das perfekte Dinner“

Vier Tage gutes Essen, einen Tag selbst Gastgeber sein, alle treten gegeneinander an, am Ende des Tages bewerten alle das gekochte Menü – Das ist das Konzept vom „perfekten Dinner“, das diese Woche in Fulda gedreht wird. Unsere Volontärin Malina ist dabei und bekochte am Dienstag in ihrer Dachgeschoss-WG die anderen vier Teilnehmer.

Es ist halb sieben am Morgen, die ersten Sonnenstrahlen heizen mein Schlafzimmer bereits fürchterlich auf, und meine Babykatze springt auf meinem Bett rum. Heute wird es extrem heiß, aber nicht nur die Raumtemperatur, sondern auch mein Gemüt. Denn ich bin bei „Das perfekte Dinner“ am zweiten Gastgebertag dran, bei sommerlichen 100 Grad im Dachgeschoss.

Noch recht platt vom vorherigen Abend bei Sebastian in Hünfeld stehe ich also auf. Ich bin ein extremer Morgenmuffel, alles vor neun bringt mich normalerweise um. Irgendwie fühle ich mich so, als ob ich einen kleinen Kater hätte, wobei das eigentlich nicht sein kann. Und so ewig gingen die gestrigen Dreharbeiten nun auch nicht.

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Eine Stunde später klingelt es an der Tür, und das erste Kamerateam ist da. Insgesamt sind es drei Gruppen, die sich über den ganzen Tag abwechseln. Sie sind alle super relaxed, witzig und die meisten kaum älter als ich. Das macht das Drehen wesentlich entspannter.

Das Zimmer, in dem ich meinen Gästen heute Abend das Dinner kredenze, lebt sonst meine Mitbewohnerin. Normalerweise steht der Esstisch in der Küche. Wir brauchen Platz, und immerhin sind meine lieben WG-Kollegen auch ein wenig Schuld daran, dass ich überhaupt hier mitmache. Das kam nämlich so:

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Ein Bekannter schrieb mir, dass im Fernsehen gerade ein Aufruf fürs „perfekte Dinner“ von VOX gemacht wurde und meinte, ich solle mich auf alle Fälle bewerben. Da ich nicht mal einen Fernseher habe und mir bisher nur ein paar Folgen Shopping Queen reingezogen hatte, habe ich dann mit meiner WG bei Apfelstrudel mit Vanillesauce ein paar Folgen „Das perfekte Dinner“ geschaut. Einstimmig beschlossen wir, dass ich mich bewerbe und es extrem witzig wäre, das bei uns in der WG zu drehen. So wie ich aber bin habe ich die Bewerbung ewig aufgeschoben und es letztendlich nicht gemacht. Dann dachte ich, es sei sicherlich eh schon zu spät. Bis ein paar Wochen später eine Mail von VOX in mein Postfach flatterte, und sie mich fragten, ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen. Ich habe nicht lange gezögert, meine zwei Mädels hatten ja sowieso schon eingewilligt.

Eine Sache fehlt aber für den Dreh am Vormittag noch: das Einkaufen. Auf dem Weg zum Tegut Kaiserwiesen fange ich noch ein paar Pokémon und habe das erste Mal Zeit, mich ein paar Minuten entspannt hinzusetzen. An der Fleischtheke besorge ich alles nötige für den Hauptgang. Und was ich ebenfalls unbedingt brauche: Nervennahrung für die kleine Mittagspause. Denn angespannt bin ich ein wenig, nervös und aufgeregt aber nicht. Eigentlich sind die Drehs wirklich easy. Ich muss nur darauf achten, dass ich nicht direkt in die Kamera schaue und die Frage, die ich gestellt bekomme, in meine Antwort einbinde.

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Wieder daheim angekommen schmeiße ich mich auf die Couch, verdrücke gleich beide Cheesecake-Nachtische und kuschle ein wenig mit der Katze. Zwanzig Minuten später klingelt es, das zweite Drehteam ist da. Jetzt geht es ans Schnippeln. Dank der hellen Beleuchtung für die Videoproduktion, einem heißen Backofen und der Sonne herrscht in der Bude Saunastimmung. Normalerweise würde ich nicht vor Fernsehkameras eine so kurze Hose anziehen, aber es ging einfach nicht anders. Der Schweiß läuft mir das hochrote Gesicht runter. Macht sich im Fernsehen sicherlich klasse.

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Meine Gedanken sind aber ganz woanders: Wie bekomme ich alles in der kurzen Zeit vorbereitet? Ich habe noch nie zuvor für fünf Leute gekocht, allein das ist also eine Herausforderung. Ich bekomme ein wenig Panik. Und dann klingelt es schon wieder.

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Das dritte Drehteam steht in den Startlöchern, ich bin dran mit der Tischdeko. Der Tisch muss aber erst samt Stühlen ins Zimmer meiner Mitbewohnerin geschafft werden. Anschließend hole ich eine Tüte voll mit alten Spitzentischdecken von der Oma einer Freundin. Zu meinen modernen Tellern in mattem Schwarz möchte ich einen altmodischeren Kontrast setzen. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nie zuvor einen Tisch dekoriert. In die Mitte stelle ich ein paar Rosen, für mehr ist kein Platz. Dann kommen Besteck, Servietten und Gläser dazu. Eigentlich bin ich recht zufrieden.

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Mein Freund bringt zwischendurch Eiswürfel vorbei. Unser Eisfach ist nämlich komplett zugefroren, weil es nicht richtig schließt. Vor wenigen Wochen musste ich es erst abtauen, ich brauchte Kühlakkus nach einer Zahn-OP. Jetzt sieht es schlimmer aus als vorher.

Das vorläufig letzte Klingeln kündigt meine Gäste an. Und endlich fällt auch der Stress ein wenig von mir ab, denn jetzt kommt der schönste Teil des Tages: Essen und sich mit meinen Mitstreitern unterhalten. Alle sind zwar etwas älter als ich, aber trotzdem verstehen wir uns super. Ich fühle mich mit Andreas, Marion, Jörg und Sebastian pudelwohl. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sie es alle lustig finden, dass das Dinner in einer WG stattfindet. Und ganz stilecht für eine WG liegen in der Badewanne voller kaltem Wasser die Getränke zur Selbstbedienung.

Meine Katze musste ich übrigens in mein Schlafzimmer sperren, bei so vielen Menschen in der Wohnung wäre es gefährlich für die Kleine geworden. Also schaue ich in jeder freien Minute, nach Millicent. Aber auch sie ist von der Wärme völlig fertig und liegt teilnahmslos auf dem Bett.

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Meine Gäste sind hungrig und wollen nicht lange auf die Vorspeise warten. Als ich endlich am Tisch sitze, ist das für mich die nötige Verschnaufpause. Auch, wenn drei Kameras auf uns gerichtet sind. Wir bekommen die Gespräche nicht vorgegeben und unterhalten und so, wie wir es off camera machen würden. Das ist angenehm, so kann jeder sein, wie er will. Nach #Verafake hatte ich nämlich Angst, dass Vox lauter Katzenfiguren bei mir aufstellt.

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Beim letzten Interview versucht sich die Crew tatsächlich an meinem zugeeisten Gefrierfach und bekommt es mit ein paar Schraubendrehern hin, dass es wieder ordentlich schließt. Dafür alleine hat sich das Dinner gelohnt.

Zum Abschluss ziehe ich noch ein Fazit vom Abend, mein Mikrofon wird abgekabelt, und ich sinke völlig fertig auf die Paletten auf dem Balkon. So ein Tag ist echt anstrengend und extrem aufregend, meine Klamotten kleben an meinem Körper. Dafür habe ich es hinter mir.

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Marion, Sebastian, Jörg und Andreas verabschieden sich und gehen zur Punktevergabe, dann packen auch die zwei Drehteams ihr Zeug ein. So gegen halb zwölf habe ich die Wohnung wieder für mich alleine. Ich versuche in der Wohnung ein wenig klar Schiff zu machen. Den Berg an dreckigem Geschirr packe ich einfach in die Badewanne. Wasser ist ja schon drin.

Es hat schon etwas Gutes, seinen Gastgebertag relativ früh zu haben, denn jetzt kann ich mich zurücklehnen und genießen.


 

Wann die Folge mit mir ausgestrahlt wird? Das und weitere Infos kannst du hier nachlesen.

Blitzschnelles Erdbeer-Mohn-Eis am Stiel

Was darf im Sommer nicht fehlen? Eis natürlich! Und am besten schmeckt es selbstgemacht. Nur sind viele Rezepte im Internet nicht in fünf Minuten gemacht. Meins schon.

Du brauchst:

Erdbeeren
Mohn-Marzipan-Joghurt
Honig
Eisstiele (Oder halbierte Mundspachtel aus der Apotheke)
Eisform
Mixer

So geht’s:

1. Erdbeeren in den Mixer geben, Schuss Honig dazu und pürieren.
2. Die Eisförmchen zur Hälfte mit der Erdbeermasse füllen, den Rest mit dem Joghurt.
3. Alles anfrieren lassen und die Eisstiele reinstecken.
4. Über Nacht im Gefrierfach lassen. Fertig!

Im Handumdrehen: Rucolapesto

Kochen – das muss nicht immer kompliziert sein, sondern kann tatsächlich Spaß machen. Und da auch ich ganz gern den Kochlöffel schwinge, gibt es eine neue Rubrik auf dem Blog: “Im Handumdrehen”. Dabei geht es allerdings nicht um schicke Hochglanzfotos mit aufwendigen Rezepten, sondern um Essen, was man schnell kredenzen kann und trotzdem schmeckt.

Ich liebe Kochblogs. Die meisten sind gespickt mit tollen Fotos, die Rezepte sind unheimlich kreativ. Da liegt aber auch das Problem: Oft dauern sie ewig und man braucht Zutaten, die nicht überall zu finden sind. Für ein Curry war ich mal in fünf verschiedenen Supermärkten und hatte am Ende immer noch keinen frischen Koriander. Geschmeckt hat es trotzdem, aber die Suche hätte ich mir eindeutig sparen können.

Ich koche frei Schnauze

Deshalb ist mir ganz wichtig, dass meine Rezepte keine extrem ausgefallenen Zutaten benötigen. Außerdem finde ich Mengenangaben ziemlich blöd und koche meistens frei Schnauze. Schlecht war das noch nie, obwohl ich meistens einfach irgendwas zusammenschmeiße und einfach darauf hoffe, dass es gut wird. Und was eben gut wird, das landet ab sofort hier auf dem Blog. Aber eben nicht mit tollen Profifotos, denn ich koche nicht extra hierfür und möchte mein Werk noch warm essen können. Da kann ich nicht schnell noch einen Fotohintergrund ausziehen und mit Blumen dekorieren. Das Essen will schließlich gegessen werden.

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Rucolapesto

Klar, Pesto gibt es in jedem Supermarkt. Allerdings schmeckt selbstgemachtes so viel besser und ist wirklich einfach. Du solltest aber nach dem Verzehr nicht mehr unbedingt auf ein Date, denn das Rucolapesto hat ganz schön viel Knoblauch in sich. Die Mengenangaben sind nur ungefähre Richtlinien.

Für 250 Gramm Nudeln brauchst du:

2 handvoll Rucola
100g Parmesan
2 Knoblauchzehen
8 EL Olivenöl
70g Pinienkerne
Salz + Pfeffer

So geht’s:

  1. Pinienkerne anrösten.
  2. Alles in den Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren. Fertig!

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Sommerlicher Cocktail mit Amarillo

IMG_7157psblogEin Likör aus Ingwer, süß, zitronig und auch noch aus Fulda? Ja, den gibt es tatsächlich: Amarillo eignet sich nicht nur super zum pur trinken, sondern auch für leckere sommerliche Cocktails.

“Fresher Ingwer Likör. Handmade und ohne Gedöns.” – so beschreiben die Fuldaer Andi und Jonas ihren Ingwerlikör. Und, dass der fresh und mit viel Liebe handgemacht ist, das schmeckt man nicht nur, sondern sieht es auch: Der Likör ist nämlich trüb und man erkennt förmlich den Ingwer und die Zitrone noch, die dort drin sind. Der Name kommt übrigens aus dem Spanischen und bedeutet “gelb”.

Wie eine süße Limonade, nur als Likör

Seit vergangenem Jahr wird der Amarillo in der Rhön gebraut; ich habe ihn zum ersten Mal am Rosenmontag getrunken und war sofort hin und weg. Ich trinke nur sehr ungern pur Schnaps, die wenigsten Liköre schmecken mir. Anders beim Amarillo: Der schmeckt nicht einfach nur scharf nach Ingwer, sondern eher wie eine süße Limonade. Perfekt also für den Sommer.

Auf den Geschmack gekommen? Den Amarillo gibt es in vielen Geschäften und Bars in Fulda und Umgebung. Eine Liste findest du hier. Oder du bestellst ihn einfach online.

Auf der Amarillo-Website sind ebenfalls viele verschiedene Ideen für Cocktails zu finden, oder du probierst einfach mein Rezept. Das ist nämlich eine Abwandlung der einfachsten Limo der Welt von vergangenem Jahr und gelingt dir im Handumdrehen.


Für ein Glas brauchst du:

1 1/2 Zitronen
1 EL braunen Zucker
2 Shots Amarillo
Minze
Ingwer
Eiswürfel
Wasser

IMG_7153psblogSo geht’s:

1. Den braunen Zucker in heißem Wasser auflösen.
2. Eine Zitrone auspressen.
3. Ingwer- und Zitronenscheiben, Minze und Eiswürfel in ein Glas geben.
4. Den Amarillo, den Zitronensaft und den aufgelösten braunen Zucker ebenfalls dazugeben.
5. Das Glas mit stillem Wasser auffüllen und einmal rühren.
6. Ab in die Sonne und den Cocktail mit deinen Freunden genießen!

IMG_7177psblog*Mit freundlicher Unterstützung von Amarillo