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August /17

Der August ist rum und war für mich vor allem davon geprägt, mich in meinem neuen Job einzuleben. Ich fotografiere nämlich nun – wie man unschwer in diesem Post erkennen kann – hauptberuflich Sneaker. Hier einige Impressionen aus meinem vergangenen Monat.

 

Wimpernlifting und WowBrows bei der Parfümerie Akzente

Hoodie, Jeans, Sneaker, schnell die Haare gekämmt und los geht’s – ich mag es meistens möglichst unkompliziert und schlafe lieber länger, als perfekt gestylt aus dem Haus zu gehen. Deshalb habe ich das Wimpernlifting und die WowBrows bei der Beautylounge von Akzente in Fulda getestet.

Vor Ewigkeiten hatte ich mir mal die Wimpern beim Friseur färben lassen. Da ich eher ein heller Typ bin, sind meine auch dementsprechend blond. Ohne Wimperntusche sehe ich meistens recht krank aus. Für die Extraminuten Schlaf am Morgen habe ich das allerdings meistens in Kauf genommen. Leider hatte man damals kaum etwas von der Farbe gesehen, mein Fazit fiel eher nüchtern aus. Aber gibt es nicht doch Möglichkeiten zu tricksen, damit man morgens nicht ganz so zerstört aussieht und trotzdem quasi ungeschminkt das Haus verlassen kann?

Als mir Luisa vom neuen Wimpernlifting bei Akzente erzählte und ihre Wimpern zeigte, war ich völlig aus dem Häuschen: Sie hatten einen perfekten Schwung, waren sichtbar dunkel gefärbt und machten einen riesigen Unterschied im Vergleich zu ihren unbehandelten Wimpern. Ganz klar, das wollte ich austesten. Also machte ich mir einen Termin und ein paar Tage später lag ich bereits in der Beautylounge – die zweite kosmetische Behandlung meines Lebens.

Von Anfang an fühlte ich mich super aufgehoben. Lash Expertin Lisa erklärte mir genau, was jetzt gemacht wird und legte sofort los mit einer gründlichen Reinigung der Augenpartie. Luisa hatte mich bereits vorgewarnt, dass es komisch sein könnte, eine knappe Stunde die Augen zu schließen. Einzig und allein das Silikonpad, das zum Formen der Wimpern direkt an den Wimpernkranz gelegt wird, fühlte sich anfangs merkwürdig an.

Nachdem das Silikonpad am Auge richtig anlag, wurden die Wimpern einzeln darauf gelegt, zwei verschiedene Lotions kamen ins Spiel und anschließend wurden sie gefärbt. Tatsächlich ist es alles eine sehr angenehme Prozedur gewesen und für mich eine Entspannung im stressigen Alltag, die ich bitter nötig hatte. Während der Einwirkzeit machte sich Lisa noch an meine Augenbrauen, färbte sie, wachste sie. Auch die hatte ich noch nie machen lassen. Die Technik, die sie anwendete, nennt sich WowBrows.

Nach einer knappen Stunde war ich mit beidem fertig. Beim ersten Blick in den Spiegel flippte ich kurz aus: Obwohl ich quasi ungeschminkt war, sah ich definitiv annehmbar aus und wesentlich gesünder als ohne Wimpernlifting. Meine Wimpern hatten genau wie bei Luisa einen perfekten Schwung und durch das Färben waren sie schön sichtbar. Auch meine Augenbrauen gaben meinem Gesicht eine schöne Form. Genau das, was ich schon länger genau so haben wollte.

Übrigens: Das Wimpernlifting soll sechs bis acht Wochen halten. Zwar war die Wimpernfarbe nicht ganz von so langer Dauer, die Form ist aber nach sieben Wochen immer noch da. Nicht mehr ganz so krass wie am Anfang, aber immer noch vorhanden. Die Farbe könnte man problemlos nachfärben lassen. Und auch für die Mädels, die sich täglich schminken ist das Wimpernlifting etwas: Mit Tusche sahen meine Wimpern so krass aus, dass man hätte meinen können, ich würde Fake Lashes tragen.

Die Preise für beide Behandlungen und die Online-Terminbuchung der Beautylounge Akzente findest du hier.

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Zehn Dinge, die meine Katzen lieben

Seit einem Jahr bin ich stolze Katzenmama. Hier habe ich euch bereits ausführlich davon erzählt, was man bei der Anschaffung von Fellnasen alles beachten muss. Heute erzähle ich euch in Zusammenarbeit mit Felix, was Hermine und Millicent alles lieben, und welche Eigenarten sie haben.

 

Jede Katze ist anders, und so haben meine Rabauken natürlich jeder so seine Angewohnheiten. Im Bett legt sich Hermine zum Beispiel auf einen drauf, während Millicent sich an meine Seite kuschelt.

Die beiden sind nicht wirklich die schlauesten Katzen. Um ehrlich zu sein sind Hermine und Millicent ziemlich dumm. Sie setzen sich vor eine Tür, die einen Spalt offen ist und maunzen, bis sie jemand öffnet. Eine Sache haben sie allerdings rausbekommen: Die Schlingel öffnen die Leckerlischublade von selbst. Vor allem lieben sie den Felix Knabbermix mit Käse.

Manche Katzen mögen es, aus dem fließenden Wasserhahn zu trinken. Hermi und Milli hingegen plantschen gern mit den Pfötchen in ein paar Zentimetern Wasser, die in der Badewanne sind.

Ihr liebstes Spielzeug: Papierkügelchen und Verpackungsmaterial. Sie haben ja nicht etwa einen großen Kratzbaum und ein komplettes Zimmer vollgepackt mit Spielzeugen …
Hermine liebt Rosmarin. Jedes Mal, wenn ich einen frischen Strauch kaufe und in der Küche platziere, knabbert sie ihn weg. Zum Kochen kaufe ich also nur noch getrocknete Kräuter.

Ich habe bereits gefühlte tausend Futtersorten durchprobiert. Egal ob teuer oder günstig, das Felix Futter – am besten mit viel Sauce – essen sie einfach am liebsten. Über diesen Link gibt es übrigens einen Rabattcode.
Ein wirklicher Segen ist Millicent beim Transport: die Mieze wird keinen einzigen Ton von sich geben. Egal, ob sie Auto, Zug oder Fahrrad fahren muss. Vielleicht ja auch eine Sache, die sie insgeheim liebt?

Meistens sind Milli und Hermi nicht wirklich an menschlichem Essen interessiert. Mit einer Ausnahme: der Speck vom Schwarzwälder Schinken.
Die Verrücktere von beiden ist eindeutig Hermine. Sie springt überall hin: ob auf die Schulter, den Schrank oder die Tür – nichts ist vor der Kleinen sicher. Nachts ist das aber manchmal eine Tortur – zumindest für diejenigen, die schlafen wollen und am nächsten Tag arbeiten müssen.

Sie lieben es, Chaos zu veranstalten. Wenn man nach der Arbeit heimkommt, gibt es oft eine etwas chaotische Überraschung. Sei es, dass sie eine Pflanze umgeschmissen haben, den Schreibtisch abgeräumt oder überall Katzenstreu hinterlassen haben. Aber das gehört eben dazu, wenn man sich Haustiere anschafft.


*in freundlicher Zusammenarbeit mit Felix

Das Bloggen und die Arschkriecherei

Bloggen soll Spaß machen – zumindest war das das A und O in der früheren Blogosphäre. Inzwischen geht es überall nur noch um Erfolg und Geld. Und dafür wird anderen ordentlich in den Arsch gekrochen. Etwas, worauf ich einfach keinen Bock mehr habe.

Seit acht Jahren blogge ich. Früher unter dem Namen „Looking through a Camera Lens“, seit geraumer Zeit unter meinem richtigen Namen „Malina Florentine“ (Ja, ich heiße tatsächlich so…). Meinen Blog habe ich damals mit 15 gegründet, weil ich eine Plattform wollte, um meine Fotos zu teilen. Früher war das hier nämlich ein reiner Fotografieblog. Erstellt habe ich ihn aus Spaß, so wie alle anderen damals auch. Dass sich mit Blogs auch der ein oder andere Cent verdienen lässt, war damals für mich völlig fremd. Ist aber im Prinzip eine tolle Entwicklung.

Tut man es nicht, geht man unter

Aber auch leider nur „im Prinzip“. Denn heute, da hat irgendwie jeder einen Blog. Was ja auch erstmal nicht schlimm, sondern ziemlich cool ist. Vor einigen Jahren habe ich von meinem Hobby niemandem erzählt, weil keiner etwas damit anzufangen wusste. Das ist heute zum Glück anders.  Das eigentliche Problem ist aber: Jeder – mich erstmal nicht ausgenommen – möchte möglichst viel Profit aus dem eigenen Blog schlagen. Das geht wiederum nur, wenn man möglichst erfolgreich wird. Und dafür muss man etwas tun: unzählige Kommentare auf anderen Seiten hinterlassen, tausende Instagramfotos liken, allen anderen in den Arsch kriechen. Tut man das nicht, wird man nicht wahrgenommen. Man geht unter zwischen der Vielzahl an Blogs, egal wie gut der Content sein mag.

Alle sehen nur noch ihren eigenen Nutzen

Das ist genau das, worauf ich absolut keinen Bock mehr habe. Denn: Woher weiß man nun, ob ein Kommentar wirklich verfasst wurde, weil die Person den Beitrag gut fand oder lediglich kommentiert hat, damit andere auf den eigenen Blog aufmerksam werden? Leider kann man es nicht wissen. Außer bei Personen, die seit Jahren zur Leserschaft gehören und regelmäßig geistreiche Kommentare hinterlassen, über die man sich dann auch wirklich freut. Alles andere schreit nur so nach Oberflächlichkeit. Denn mir kommt es so vor, als ob alle nur noch an ihrem eigenen Nutzen interessiert sind. Nicht aber daran, wirklich Teil einer Community zu sein. Dieses Community-Gefühl ist inzwischen flöten gegangen.

„Geiler Style, Bro“

Auch ich bekenne mich schuldig: Eine Zeit lang habe ich wie wild Kommentare geschrieben, Instagramposts geliked und so weiter. Aber wisst ihr was? Es erfüllt einen nicht, es frisst nur kostbare Zeit, die ich lieber in meine realen Mitmenschen investiere. Natürlich gehen die Klickzahlen minimal in die Höhe. Trotzdem fühlt man sich heuchlerisch: Man schleimt sich bei anderen ein, nur um selbst erfolgreicher zu werden. Noch schlimmer: Man zahlt für Bots, die bei anderen geistreiche Kommentare auf dem Instagramprofil hinterlassen wie „Geiler Style, Bro“ oder „Nice“. Kommentare, womit man nun wirklich nicht groß etwas anfangen kann; die keinem etwas bringen.

Es macht nicht glücklich

Natürlich ist es schön, wenn viel kommentiert wird. Eine Sache nehme ich mir persönlich aber auf alle Fälle vor: anderen nicht mehr in den Arsch zu kriechen, nur um die eigene Reichweite zu steigern. Denn am Ende des Tages macht es nicht glücklich. Das Einzige, das wirklich glücklich macht ist, wenn man viel Spaß an einer Sache hat. Und das sollte für alle immer im Vordergrund stehen. Egal, wie verlockend es ist, mit dem Blog das Taschengeld aufzubessern. Meine Seele möchte ich dafür zumindest mit heuchlerischen Kommentaren nicht verkaufen, sondern lieber nur noch etwas zum Thema beitragen, wenn ich wirklich etwas zu sagen habe, oder mir etwas besonders gut gefällt.

Das Drei-Teile-Prinzip: Und mal wieder gescheitert

Achja, da überlegt man sich ein ausgeklügeltes System, wie man seinen Konsum möglichst einschränken kann, kündigt es groß auf dem Blog als „Das Drei-Teile-Prinzip“ an und verwirft es nach mehreren Wochen natürlich. Ein kläglicher Versuch zu erklären, warum ich mal wieder bei meiner Mission eines möglichst minimalistischen Kleiderschranks gescheitert bin.

Kleid: Zara; Jeans: Monki; Trenchcoat: Topshop; Schuhe: Dr. Martens; Tasche: Cambridge Satchel Company

Jeden Monat nur drei Teile kaufen, ein ganzes Jahr lang – genau das hatte ich vor. Im Februar lief es auch wirklich gut: In meinen Kleiderschrank zogen soweit ich mich erinnern kann tatsächlich nur drei neue Sachen ein. Darunter ein rosa Rucksack von Fjäll Raven und das Kleid von Zara, das es auf diese Bilder geschafft hat. Auch den Monat danach lief es ganz okay: eine grüne Hose, eine Jeansjacke und eine karierte Bluse wurden angeschafft.

Was kommt als nächstes?

Ja, und dann ging es los. Kaum wurde es wieder etwas wärmer, mussten auch ein paar neue Teile her, die für das Wetter geeignet sind. Vielleicht hatte ich vergangenen Sommer im Wahn der Capsule Wardrobe einfach zu viel aussortiert? Sehr gut möglich. Ein 50. Paar Sneaker (Okay, das war meine Belohnung zum bestandenen Führerschein) hätte ich auf alle Fälle nicht gebraucht, bei allem anderen lässt sich noch irgendwie ein Sinn dahinter finden.

Dann habe ich es komplett gelassen und aufgehört mich daran zu halten. Schade, denn die Idee fand ich wirklich gut. Aber es hat für mich einfach nicht funktioniert. Mal sehen, was ich als nächstes testen werde, um der Capsule Wardrobe wieder etwas näher zu kommen. Vielleicht probiere ich es mal mit der 10 x 10 Challenge

 

Haare in Rosé – Mein Besuch beim Friseurteam Lemke by Laura

Ein aschiges Rosé – eine der angesagtesten und für mich schönsten Haarfarben momentan. Ich war beim Friseurteam Lemke by Laura in Lauterbach und habe mir genau das färben lassen.

Der ein oder andere mag es mitbekommen haben: Meine Haare haben so einiges durch. Mit 15 hatte ich die Eingebung sie erst grün und dann pink zu färben. Irgendwann hatte ich auch mal eine komplett schwarze Mähne, dann wurde wieder blondiert – es war ein Desaster, und lange Zeit waren meine Haare richtig kaputt. Mit 17 habe ich sie dann mehr oder weniger in Ruhe gelassen, und sie wurden länger und länger.

Das Haarfarben-Dilemma

Ein Jahr später kam das Erdbeerblond. Eine Haarfarbe, bei der ich bis zum vergangenen Sommer blieb. Ich war es nämlich ordentlich satt, immer den Ansatz selbst zu färben. Also habe ich mir die obere Partie in meiner Naturhaarfarbe färben lassen, der untere Part wurde gräulich. Eigentlich war ich super happy damit, kam aber auf die Idee, dass die Spitzen noch heller müssten. Blondierung gekauft, probiert, versaut. Eine Freundin versuchte dann, es irgendwie zu retten. Pustekuchen, es wurde nur noch schlimmer. Das einzige, das half: eine braune Tönung, um das Dilemma zu überdecken. Als sie sich Stück für Stück wieder rausgewaschen hatte, habe ich zu allem Übel aus Neugier auch noch die neue Colorista-Haarfarbe in blau ausprobiert, die nur vereinzelt Strähnen gefärbt hat.

Ab zum Friseurteam Lemke by Laura

Zeit also, mal einen richtigen Friseur ranzulassen. Das Ziel: Etwas heller, etwas aschiges, etwas rosé, ein schöner Übergang. Nur, ob das die meisten Friseursalons draufhaben, da war ich etwas skeptisch. Also bin ich zum Friseurteam Lemke by Laura nach Lauterbach. Seit vier Jahren führt die 26-jährige Laura Möller den eigenen Salon – ihre Haare sind selbst in einem gräulichen Ton.

Etwas verschämt erklärte ich ihr also, was meine Haare so in der letzten Zeit von Blondierung bis hin zum Blauton durchlitten haben und zeigte ihr ein Pinterest-Bild von der Farbe, die ich mir ungefähr vorstellen konnte. Dann machte sich Laura ans Werk: Zuerst setzte sie ins untere Haar Foliensträhnen, um alles heller zu bekommen. Um einen weicheren Übergang zu bekommen, toupierte sie die einzelnen Strähnen etwas an. Das mit dem Übergang war mir nämlich super wichtig, schließlich bin ich faul, und möchte nicht ständig nachfärben müssen. Eine der grünen Strähnen war besonders hartnäckig, da konnte auch keine Blondierung so richtig helfen.

Das Ergebnis? Absolut Pinterest-worthy!

Nach dem Auswaschen kam ein Gloss in die Mähne, um den Haarton etwas aschiger zu bekommen. Für die richtige Haarpflege, die ich leider manchmal vernachlässige, sie aber super wichtig ist, packte mir Laura dann eine gute Kur in die Haare. Zum Schluss mischte sie einen kleinen Teil Pink Pop Colour Refresh von Maria Nila mit Conditioner und ließ die Mixtur fünf Minuten einwirken.

Anschließend ging es mit dem Schnitt weiter: Die kaputten Spitzen mussten ab, hinten wurde es kürzer, mein sehr langer Longbob bekam wieder Form. Da ich ziemlich kurzsichtig bin und natürlich die Brille absetzen musste, hatte ich bis dato absolut keinen blassen Schimmer, was Laura dort auf meinem Kopf veranstaltete. Weder was die Farbe anging, noch den Schnitt.

Als alles fertig war, war es also ein wenig wie beim Umstyling von „Germany’s next Topmodel“, denn ich hatte wirklich keine Ahnung. Umso mehr hat mich das Endergebnis umgehauen: ein aschiges, nicht zu aufdringliches aber super schönes Rosé mit einem tollen Übergang, absolut Pinterest-worthy.

Hello Ideenloch, my old friend

In der letzten Zeit war es hier wieder ruhiger. Nicht, weil ich den Blog bewusst vernachlässigen wollte, sondern weil ich einfach in einem kleinen Ideenloch oder auch Blogtief sitze, aus dem ich irgendwie nicht mehr rauskomme.

Pullover: Acne Studios; Jeans, Socken: Monki; Tasche: H&M; Schuhe: Puma x Rihanna

Ich würde gern wieder mehr bloggen, kreative Sachen machen, fotografieren, mehr schreiben, Videos drehen, Pläne schmieden. Aber irgendwie will es alles nicht so recht. Momentan habe ich keine Ahnung, was ich hier posten soll, irgendwie sind alle anderen Blogs ohnehin viel besser als meiner, und warum sollten Menschen bei der Fülle an tollen Blogs meinen überhaupt beachten. Schließlich muss man sich irgendwo mit ein wenig Individualität zwischen dem ganzen Einheitsbrei behaupten. Und irgendwo glaube ich, dass ich das nicht kann, fühle mich von der ganzen Blogosphäre und ihrer Schnelllebigkeit erschlagen. Ein klassisches Tief eben.

Ich würde so gerne, aber weiß nicht wie.

Eigentlich ist es lustig: Vor einem halben Jahr, als mein Privatleben furchtbar stressig war, da habe ich mich in diese Seite gestürzt, jede freie Minute damit verbracht Ideen auszuhecken und Posts zu verfassen. Jetzt, wo alles wunderbar rund läuft, fehlt mir der Elan und ich verbringe meine Abende lieber mit Nichtstun auf der Couch. Eigentlich hatte ich gehofft, dass das mit dem Ende des Winters wieder anders wird. Wer kennt es schließlich nicht: die unkreative Phase der leichten Winterdepressions gepaart mit viel zu kurzen Tagen, an denen man kein Sonnenlicht abbekommt, weil man von 10 bis 18 Uhr im Büro hockt. Aber jetzt mit den ersten Frühlingsanzeichen ist es bisher immer noch nicht besser geworden. Und ich weiß so gar nicht, was ich dagegen tun soll. Ich würde so gerne, aber weiß nicht wie.

Raus aus der Achterbahn

Auf, Ab, Looping, rasende Geschwindigkeit, Kribbelgefühl und dann dann der harte Aufprall. Wer kennt es nicht: Die Freundin mit der Achterbahn-Beziehung, die sich entweder bei einem auskotzt oder für drei Tage super happy ist. Genau die war ich, und ich kann jedem raten: Es bringt nichts, an so etwas festzuhalten.

Wir hatten uns im Club kennengelernt, wenige Tage später waren wir bereits zusammen. Nicht meine Idee, es ging mir irgendwo zu schnell. Nein habe ich trotzdem nicht gesagt, und habe es einfach auf mich zukommen lassen. Die ersten paar Wochen waren super, doch schnell kam der erste Streit, ich wurde das erste Mal versetzt, war mit irgendwas nicht einverstanden. Kurz danach war alles wieder toll. Ich versuchte bei jedem Negativen mich stets an das Positive zu klammern. Und das auch manchmal krankhaft.

Trotz der bereits anfänglichen Auf und Abs hielt ich dran fest. Lange Zeit ließ ich mich klein machen, reagierte auf der anderen Seite aber auch oft über. Obwohl wir von unseren Interessen gar nicht zusammenpassten, gaukelte mir vor, dass es eben doch längerfristig funktionieren könnte.

Längerfristig bedeutete nun zwei Jahre. Zwei Jahre Achterbahnfahrt, zwei Jahre mit vielen Tränen, aber auch mit vielen Lachern. Und viel Ärger, viel Drama, viel Versöhnung. Zwei Jahre, in denen ich mich – die eigentlich immer dafür plädiert einfach so zu sein wie man eben ist – zu oft verstellen musste, nur um an ihm festhalten zu können.

Nach eineinhalb Jahren wusste ich eigentlich, dass es zwar für das Jetzt ganz okay ist, aber ich die Achterbahnfahrt spätestens mit dem Studium und dem Wegziehen aus meiner Heimatstadt beenden würde. Es war mittlerweile sogar so weit, dass all meine Freunde bei seinem Vornamen nur noch mit den Augen rollten, es einfach nicht mehr hören konnten. Und trotzdem begriff ich erst viele Monate später, dass das einfach nicht passt. Nicht zu mir passt, nicht zu ihm passt. Dass ich eigentlich ganz anders bin, etwas ganz anderes möchte. Dass ich nicht der Typ für Fertighaus mit weißem Palisadenzaun bin, das zwar von außen ein tolles Leben mit der perfekten Beziehung vorgaukelt, es innen aber ganz anders aussieht.

Und trotzdem war da immer noch etwas, das mich nicht Loslassen hat lassen, bei meinen Freunden hat das für sehr viel Unverständnis gesorgt. Ganz naiv dachte ich, man könne die Spannungen vielleicht in den Griff bekommen, wenn man zusammenzieht. Also suchten wir uns eine Wohnung. Eineinhalb Monate später schmiss ich ihn raus. Es folgten Wochen voller Trennungsdrama mit allem, was dazu gehört. Es war dreckig. Denn so ewig war er der Arsch, ich habe es still und leise mit mir machen lassen. Und nun war ich das Arschloch, das jemandem nicht noch eine allerletzte Chance geben möchte.

Ich erinnere mich noch gut daran, als er mir endlich den Schlüssel für die ehemals gemeinsame Wohnung übergab. Ich rief sofort meine beste Freundin an, wir verbrachten den Abend mit Kippen, Wein und Musik in meiner Küche. Und ich wusste: Jetzt ist es endlich vorbei, ich habe den Bügel nach oben geklappt und bin aus der Achterbahn gestiegen. Noch nie in meinem Leben hatte ich vorher so eine Erleichterung gespürt.

Und jetzt? Jetzt lebe ich endlich richtig, habe endlich wieder Spaß, bin endlich wieder ich selbst, kann tun und lassen, was mir gefällt. Es war die absolut richtige Entscheidung gehen zu lassen. Viel zu viele führen genau so eine Beziehung und können es doch nicht beenden. Vielleicht vor der Angst alleine zu sein, vielleicht vor der Angst, dass es eben dreckig werden könnte. Aber alleine für das, was danach kommt, lohnt es sich.

Hätte ich es nicht durchgezogen, hätte ich alleine im letzten Monat so viel verpasst: durchtanzte Nächte, Abende mit vielen tollen neuen und alten Freunden, viel Wein, viele Zigaretten, viel Musik, guten Küssen und vor allem: ein durch und durch glückliches Ich, das sich nicht verstellen braucht.

 

 

 

Cheers 2015!

Und hier ist er wieder: der jährliche Jahresrückblick. Vergleicht man dieses mit letztem Jahr, war 2014 definitiv um einiges aufregender. Ich habe mein Abitur gemacht, war viel reisen und bin ausgezogen. Dafür bin ich 2015 ein Stück weit erwachsener geworden. Ich gehe 40 Stunden in der Woche arbeiten, bezahle meine Miete selbst, musste viele Dinge in die Hand nehmen, von denen ich bisher keinen blassen Schimmer hatte, allem voran die gesetzliche Krankenversicherung.

Mehr gibt es auch eigentlich nicht zu sagen, das Jahr verging einfach wie im Flug. Morgen fliegen wir nach Stockholm und verabschieden 2015 mit einem großen Knall. Einen guten Rutsch!

 

Mein 2015:

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Lieblingsurlaub:

Lissabon mit dem Herzjungen. Der Urlaub war einfach zu perfekt um wahr zu sein.

Bester Kauf: 

Das war wohl mein treuerster Begleiter, das iPhone 6.

Wofür ich keine Zeit hatte:

Früher habe ich Unmengen an Serien geschaut, dafür ist absolut keine Zeit mehr.

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Was ich nicht bereut habe:

Jedes einzelne Zugticket nach Bremen, Hamburg oder Berlin.

Was ich nie gedacht hätte:

Dass ich mal Christoph Maria Herbst interviewen darf.

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Erkenntnis des Jahres:

Fernbeziehungen sind scheiße, aber machbar.

Film des Jahres:

Ich habe in den vergangenen zwölf Monaten unzählige Filme gesehen, denn quasi jeden Montag war ich in der Sneak. Besonders gut waren: „Coconut Hero“, „Spy“, „Ich und Earl und das Mädchen“, „Ex Machina“, „Wild Tales“, „Voices“, „Dark Places“, „Alles steht Kopf“, „Legend“. Außerdem super: „Jurassic World“.

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Vermisst habe ich:

Meine Katze Alice, die nachdem ich ausgezogen bin, spurlos verschwunden ist. Über wen ich mich aber umso mehr gefreut habe: die kleine Mathilda.

Auf was ich mich 2016 freue:

Vier Wochen Australien!

 

Jahresrückblick 2014

Kein Weihnachten ohne Baum

Ich habe meistens eine ziemlich genaue Vorstellung darüber, wie etwas sein muss, wie etwas aussehen muss, wie etwas ablaufen muss. Passiert das nicht nach meinen Wünschen, können sich meine Mundwinkel relativ schnell nach unten biegen. Das ist keine gute Eigenschaft, aber ich bin eben manchmal so. Und das zieht an Weihnachten nicht einfach so vorbei, denn von genau eben dieser Zeit habe ich ziemlich genaue Vorstellungen, die natürlich auch bis ins Detail erfüllt werden sollten, um mich wirklich happy zu machen. Das klingt sehr fordernd, aber manches gehört für mich zu Weihnachten und der Adventszeit einfach dazu und das darf es auch.

Schon im November geht das los, und ich liege einigen Personen damit im Ohr, dass ich sehr traurig sei, wenn ich keinen Adventskalender bekäme, denn ich hatte bisher jedes Jahr einen. Früher war oft Planmobil drin, später reichlich Schokolade und Kleinkram. Aber seitdem ich ausgezogen bin, wurde das leider etwas auf die leichte Kappe genommen. Letztes Jahr erbarmte sich meine Oma nach langem Betteln und nähte 24 kleine Säckchen für mich. Auch dieses Jahr piesackte ich meine Familie damit, dass ich sehr unglücklich werden würde, falls ich nicht jeden Tag ein Türchen öffnen könnte. Gegen Ende November hatte ich bereits die Hoffnung aufgegeben, einen Adventskalender mein eigen nennen zu dürfen. Doch am ersten Dezember hing plötzlich einer in meinem Wohnzimmer. Der Lieblingsmensch hatte die Vorweihnachtszeit noch einmal gerettet.

Beim Adventskranz – und kalender endet die Sache aber noch längst nicht. Zu Heilig Abend muss Raclette gegessen werden. Jedes Jahr wird zwar wieder die Diskussion aufgerollt, ob wir nicht etwas anderes auf dem Küchentisch haben wollen, am Ende gewinne aber natürlich ich die Diskussion. Weihnachten ohne Raclette wäre für mich kein Weihnachten. Aber noch viel schlimmer wäre ein Plastikbaum mit Lichterkette, denn das ist für mich persönlich ein absolutes Unding. Zu Weihnachten gehören in meinen Augen nun einmal ein richtiger Baum mit echten Kerzen und unserer uralten Krippe darunter. Und daran lässt sich auch niemals etwas dran rütteln.

Das klingt jetzt alles ziemlich egoistisch und bestimmerisch, ist aber natürlich überspitzt. Was ich eigentlich von dir wissen möchte: Was gehört für dich zu Weihnachten dazu?