Die erste Jahreshälfte 2017 – Ein persönlicher Rückblick

Wow, 2017. Gut zur Hälfte rum, und es hat sich wahnsinnig viel getan. Vieles konntet ihr bereits auf meinem Instagram-Account verfolgen, anderes wiederum nicht. Aber was ist eigentlich im letzten halben Jahr so passiert? Ein Update.

 

Vieles kommt im Leben unerwartet. Aber meistens sind die wirklich unerwarteten Dinge die allerbesten. Das aktuelle Jahr hat für mich bisher eigentlich nur voller Überraschungen gesteckt. Hätte mir jemand gesagt, dass sich mein Leben im Vergleich zu vor genau einem Jahr um 180 Grad dreht, hätte ich wahrscheinlich gelacht. Weil das meiste für mich immer noch ziemlich unreal ist. Manchmal muss ich mich tatsächlich gedanklich kneifen und fragen: Ist das jetzt gerade wirklich so? Ja, ist es. Und es ist verdammt gut.

Aber schauen wir erstmal zurück. Vor ungefähr einem Jahr habe ich noch in meiner WG gewohnt, meine Katze Millicent musste ihren Napf noch nicht mit Hermine teilen, dieser Text war mehr als aktuell, und ich steckte mitten in meinem Volontariat bei einem Fuldaer Magazin. Das war natürlich nicht komplett schlecht. Meistens nehme ich Situationen so, wie sie kommen und versuche, das Beste draus zu machen. Es war alles ganz okay. Manches besser, manches schlechter. Vor genau einem Jahr waren außerdem die Dreharbeiten zu „Das perfekte Dinner“ von VOX, was dann im September ausgestrahlt wurde.

 

Die größte Veränderung des vergangenen Jahres war auf jeden Fall meine erste eigene Wohnung. Ein hübscher Altbau, groß genug für die zwei Katzen und mich, direkt in der Innenstadt, ein echter Glücksfang. Eigentlich schade um die Bude, aber genau dort bin ich wieder ausgezogen. Seit Mitte Juni wohne ich mit Freund, Hund und Katzen in einer noch viel tolleren, großen, offenen Wohnung eine Straße weiter. Das Beste: Die Terrasse mit 50 Quadratmetern. Hier habe ich bereits einen kleinen Einblick gewährt.

Was viele vielleicht etwas überrascht ist, dass ich dort nicht alleine wohne. Aber ich musste einfach für mich selbst feststellen: Wenn es passt, dann passt es. Wenn eben nicht, dann sollte man es auch nicht künstlich erzwingen. Denn am Ende macht genau das einen nicht glücklich. Und das ist bei allen Sachen stets die Hauptsache im Leben. Dafür trifft man irgendwann Menschen, mit denen es umso besser funktioniert.

Außerdem: Ich habe gekündigt. Als Volontärin und anschließend als Redakteurin hatte ich hier tolle Möglichkeiten. Völlig frei konnte ich entscheiden, was für Themen ich behandeln möchte, über was ich schreiben möchte, mit wem ich Interviews führen und auf welche Termine ich gehen will. In den drei Jahren habe ich unendlich viel gelernt und so viele interessante Menschen kennengelernt, das hätte ich mir niemals erträumt. Die Orsons, Christoph Maria Herbst, Kraftklub, Oliver Rath, Jennifer Weist – um nur mal ein paar größere Namen aufzuzählen. Aber alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Und wenn man sich mit etwas nicht mehr wohl fühlt und identifiziert, sollte man eben einen Schlussstrich ziehen.

 

Was mich dafür umso glücklicher macht: Seit Anfang April habe ich endlich meinen Führerschein. Ja, mit 23 bin ich was das angeht ein absoluter Nachzügler. Aber da habe ich mich einfach nicht stressen lassen. Vielleicht schreibe ich irgendwann mal einen Text, warum ich den Lappen erst jetzt gemacht habe. In dem Zusammenhang steht auch seit einigen Wochen eine babyblaue Vespa in meiner imaginären Garage.

Es bleibt spannend, was die zweite Jahreshälfte bringt. Da ich nun nicht mehr Vollzeit-Schreiberling bin, hoffe ich, dass ich in meiner Freizeit nun mehr Elan haben werde, Texte für den Blog zu verfassen. Denn neben dem eigenen Blog, sind wir momentan auch am tüfteln für ein neues Projekt. Es bleibt also spannend.

(Titelbild: Julia Schwarz)

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