Capsule Wardrobe Fashion

Hallo, erneutes Shoppingverbot!

Sneaker, Kleider, Taschen, Lippenstifte – das Shoppen war dank Internet noch nie so einfach. Und leider klicke ich gefühlt täglich auf den „Bestellen“-Button. Seit einem Jahr versuche ich recht erfolglos diese Angewohnheit zu ändern. Bereits seit Anfang Juni habe ich Shoppingverbot. Eine Zwischenbilanz.

Jacke, Hemd: Zara; Hose: Cheap Monday; Schuhe: Dr. Martens

Vergangenen Sommer wurde mir ziemlich drastisch klar: Malina, du hast viel zu viel Zeug, und trotzdem kaufst du ständig neue Sachen. Also mistete ich rigoros aus, vertickte die Sachen auf dem Flohmarkt und probierte mich an der Capsule Wardrobe – ein bestimmter Zeitraum mit einer gut durchdachten, minimalistischen Garderobe, die je nach Jahreszeit ausgetauscht wird. Shoppen war in der jeweiligen Saison verboten.

Eigentlich ein tolles Konzept, an dem ich anfangs großen Gefallen fand. Die Kombinationsmöglichkeiten waren trotz der schmalen Auswahl schier unendlich. Mir wurde bewusst, dass ich nur einen Bruchteil an Klamotten brauche, die ich eigentlich hatte. Trotzdem war es nicht das für mich am besten geeignete Modell. Ende des Jahres gab ich es also auf. Eine neue Idee, meinen Konsum einzuschränken, musste her.

Zu zweit fällt es leichter

Komplett auf Shoppen wollte ich nicht verzichten, also setzte ich mir einen Rahmen: drei Teile darf ich im Monat kaufen. Die ersten Wochen liefen auch super, aber irgendwann wurde ich extrem nachlässig, mein Konsumverhalten artete wieder aus. Die Pakete fingen wieder an, sich in meiner Wohnung zu stapeln. Schade, aber für das Konzept war ich einfach zu inkonsequent.

Warum probiere ich nun also ein Shoppingverbot über drei Monate aus, obwohl ich schon das Drei-Teile-Prinzip nicht einhalten konnte? Ganz einfach: Ich mache es nicht alleine. Ein Kumpel und ich beschlossen aus heiterem Himmel, uns genau diesen Riegel vorzuschieben. Weil wir beide einfach zu viele Klamotten kaufen. Und wenn man Sachen gemeinsam durchziehen möchte, dann fallen sie – mir zumindest – in der Regel leichter. Würde ich nämlich heimlich shoppen, würde mich mein schlechtes Gewissen in den Wahnsinn treiben. Also werde ich es lassen – hoffentlich.

Eine Ausnahme: die Yeezys

Bis jetzt läuft es auch wirklich gut. Ich schaue nur selten in Onlineshops, habe tatsächlich nichts gekauft – bis auf eine Ausnahme. Unverhofft konnte ich im Raffle den neuesten Yeezy ergattern, diese Chance wollte ich mir dann doch nie entgehen lassen. Ich denke, dass das aber nachvollziehbar ist. Ansonsten läuft das Vorhaben bis jetzt tatsächlich – zu meiner Überraschung – sehr konsequent.

Wie es danach weitergehen soll? Auch da habe ich schon einen Plan: Capsule Wardrobe ist hier erneut das Stichwort. Mir ist es vor ein paar Tagen gedämmert, dass das Konzept zuvor gar nicht bei mir funktionieren konnte, da ich versucht hatte, es mit dem umzusetzen, was mein bisheriger Kleiderschrank so hergibt. Das ist mir zwar vergangenes Jahr auch schon klar geworden, aber eben nicht in dem Maß. Ende August wird also mein Vorhaben sein: Alles verkaufen, was ich bisher habe, und mich komplett neu einkleiden. Klar, erstmal nicht so nachhaltig. Im Nachhinein dann aber wiederum schon. Zumindest nachhaltiger als die Garderobe von jemandem, der ständig neu kauft und im Überfluss lebt.

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