Fashion

Die Sache mit dem persönlichen Stil

Persönlicher Stil – alle wollen ihn, denn er scheint das Aushängeschild eines jeden ach so stylischen Fashionistas zu sein. Wer keinen hat, hat verloren. Aber muss das wirklich sein? Müssen wir uns zwischen Minimalismus, Blümchenkleidern und Hoodies entscheiden?

Kleid: Zara; Jacke: Mango; Schuhe: Dr. Martens

Scrollt man durch Instagram oder klickt sich durch Blogs, gibt es Mädels, die kleiden sich nur in Pastellfarben und sehen super girly aus. Andere tragen aus Prinzip nur schwarz oder lieben Second Hand-Mode und Mom Jeans. Wieder andere leben den Minimalismus und sehen in schlichter Jeans mit Strickpulli und Sneakern einfach fabelhaft aus. Und ich? Mir gefällt das irgendwie alles gleichzeitig.

Der Geschmack ändert sich

Früher, da bestand mein Kleiderschrank ausschließlich aus Mädchenkleidern, die ich mit schwarzen Lederschuhen und Cardigans kombiniert habe. Das war irgendwie mein Ding, jahrelang. Und ich war happy damit. Passend dazu trug ich verspielte Ketten von Accessorize, manchmal einen Hut. Das hielt ich für besonders britisch und somit toll. Doch der Geschmack ändert sich natürlich mit dem Alter. Irgendwann kam es mir dumm vor, Schmuck mit Heißluftballon-Anhängern und Kleider mit Katzenmotiven zu tragen. Also wurde die komplette Garderobe Stück für Stück ausgetauscht.

Ich kann mich nicht entscheiden

Und mit was? Allem möglichen. Von Jeans, unzähligen Streifenshirts und weißen Blusen, Sweatern, Hoodies, Strickpullis, Tüllröcken bis hin zu Bomberjacken, transparenten Oberteilen und schwarzen Ausgeh-Klamotten und einer Lederjacke mit Nieten – irgendwie ist alles dabei. Klar, ich hätte gern einen minimalistischen Kleiderschrank. Das war genau das, was ich mit der Capsule Wardrobe versucht habe. Wenn ich mir dann aber bei Zara ein mit Blumen besticktes Kleid und ein Hemd im ähnlichen Stil bestelle, die da so gar nicht ins Konzept passen wird mir klar: Ich kann mich nicht entscheiden. Was das angeht, bin ich aber sowas von Generation Y. Denn mir gefällt zu viel.

Hauptsache man fühlt sich wohl

Ist das aber schlimm? Natürlich beneide ich die Mädels, die einen Kleiderschrank haben zu scheinen, dessen Inhalt stimmig ist. Das hätte ich auch gern. Stattdessen ist es bei mir alles etwas verwirrt. Und das ist okay so. Denn die Hauptsache ist doch, dass ich mich in meiner Haut und meinen Klamotten wohlfühle und zufrieden mit dem bin, was ich im Spiegel sehe. Etwas, das viel wichtiger ist, als auf Teufel komm raus einen persönlichen Stil zu entwickeln.

5 Comments

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    Kim
    26. März 2017 at 17:18

    DANKE, dass es auch andere gibt, denen es genauso geht. Teilweise kam ich mir vor ein/zwei Jahren schon total komisch vor, hab mich schon fast reingesteigert und eine Identitätskrise draus gemacht, weil ich mich nicht zwischen den Stilen entscheiden konnte. Mittlerweile hab ich das so akzeptiert und denke einfach, das gehört zu mir, das bin ich. Und mal ehrlich, was ist daran schlimm, ein bisschen wandlungsfähiger zu sein und sich nicht nur einem Stil zu verschreiben. Seit diesem Jahr bin ich auch mehr auf Blümchen fixiert und merke, dass dieses verspielte, elegante ziemlich gut zu mir passt, vielleicht sogar besser als das etwas Lässigere. Und du hast absolut recht, hauptsache, man fühlt sich wohl dabei. Und darauf kommt es auch an. 🙂 Liebe Grüße

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    Luis
    26. März 2017 at 19:01

    Sehr cooler Blogpost, der zum Nachdenken anregt. 👍 Und klasse Bilder🙏

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    Mary
    5. April 2017 at 19:53

    Tolle Bilder und auch toller Artikel 🙂 Ich finde den letzten Punkt mit am wichtigsten. Wenn man sich nicht wohl fühlt, dann kann man den „Stil“ auch nicht authentisch rüber bringen. Was ist schon ein persönlicher Stil… Es ist doch alles tages- & emotionsabhängig 🙂 und das ist auch menschlich.

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    Marija
    5. April 2017 at 19:54

    Tolle Bilder und auch toller Artikel 🙂 Ich finde den letzten Punkt mit am wichtigsten. Wenn man sich nicht wohl fühlt, dann kann man den „Stil“ auch nicht authentisch rüber bringen. Was ist schon ein persönlicher Stil… Es ist doch alles tages- & emotionsabhängig 🙂 und das ist auch menschlich.

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    Katharina
    28. April 2017 at 15:18

    Ich bin auch im Team Wohlfühlen! Zwischen sportlich bequem, hipster-schick oder Öko-Haremshose findet ihr bei mir alles 😀 Abwechslung tut schließlich gut.

    Ahoi, Katharina!

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