Bloggen und ein Vollzeitjob?

Wir haben nur 24 Stunden am Tag. Mindestens acht davon sitze ich im Büro, das fünf Tage die Woche. Außerdem blogge ich. Doch wie bekommt man das alles am besten unter einen Hut? Hier sind meine Tipps.

Im Voraus planen

Arbeiten, Freunde und Familie nicht vernachlässigen, mit den Katzen Zeit verbringen, den Haushalt schmeißen und nebenbei noch versuchen einen Blog zu führen und Instagram zu füllen. Das ist beim besten Willen nicht leicht. Planen ist dabei das A und O. Ich versuche immer, bereits für die nächsten paar Wochen einen genauen Plan zu haben, wann ich was bloggen möchte. Zugegebenermaßen: Wirklich umsetzen tue ich die konkreten Pläne tatsächlich nur selten, oft kommt irgendwas anderes dazwischen. Trotzdem finde ich es wichtig – so im Zweifelsfall – wenn ich partout nicht weiß was ich posten könnte, bereits eine Idee fest geplant zu haben. Natürlich habe ich zusätzlich auch eine Liste mit Themenideen, allerdings finde ich feste Daten dahinter sehr sinnvoll. Und wenn ich statt einem Outfit lieber einen Kommentar veröffentliche, dann wird der ursprünglich geplante Post eben verschoben. Instagram befülle ich hingegen komplett spontan.

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Sich überwinden

Ja, regelmäßig bloggen macht zwar Spaß, kostet mich persönlich aber auch oft viel Überwindung. Vor allem, da ich den ganzen Tag über sowieso vorm Bildschirm sitze, Modethemen recherchiere und schreibe. Das ist mein Job. Mich abends nochmal hinzusetzen und genau das Gleiche zu machen, wenn ich eigentlich lieber mit meinen Freunden ein Glas Wein trinken würde, das ist nicht immer leicht. Und trotzdem: Nach jedem veröffentlichten Post fühle ich mich persönlich einfach gut, weil ich weiß, dass ich etwas getan habe. Etwas, das produktiver war, als Netflix & chill. Etwas, dem ich mein Volontariat zu verdanken habe.

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Ziele setzen

Wenn man nicht weiß wo man mit seinem Blog hinmöchte, dann wird man sich auch keine Zeit nehmen, um regelmäßig Inhalte zu publizieren. Und mit “Ziele setzen” meine ich nicht, dass man jetzt daran arbeitet, 100K auf Instagram über Nacht zu bekommen. Klar, auch ein Ziel. Für mich aber eher unrealistisch. Meine Ziele sind eher, dass ich wenn möglich zwei Mal in der Woche einen neuen Post veröffentliche, mir es Spaß macht und vielleicht ab und an auch etwas für mich dabei rausspringt. Jede schöne Kooperation und Mail, die in mein Postfach flattert, ermutigt mich persönlich nämlich, dass ich hier irgendwas richtig mache und einen guten Weg mit meinem Blog eingeschlagen habe.

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Das Bloggen in den Alltag integrieren

Ein großes Problem ist natürlich immer: Wann kann den wer Outfitfotos knipsen und das bei Tageslicht? Das ist mit einem Vollzeitjob in der Tat gar nicht so leicht. Denn wenn ich morgens das Haus verlasse ist es inzwischen wieder dunkel; wenn ich abends nach Hause komme auch. Für Fotos bleibt halt in der Tat eigentlich nur das Wochenende. Also plane ich meine Aktivitäten ein wenig danach, ob ich ein paar Fotos für einen Post brauche oder nicht. Ist ein Outfitpost geplant, dann verabrede ich mich samstags zum Frühstücken und bitte meine Begleitung nachher, ob sie nicht noch ein paar Fotos knipsen könnte. Eigentlich einfach, aber wenn man sieht, was für fette Fotoshootings viele Blogger veranstalten, dann vergisst man oft, dass es auch ganz einfach im Alltag geht. So, wie das Bloggen eben ursprünglich angefangen hat.

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13 Comments

  • Reply
    derbaum
    8. Oktober 2016 at 16:36

    das mch ich schon seit über 10 jahren. neben kind, familie, 40+h job, garten und zwei stubentigern. zu wenig zeit gibt es nicht. es gibt nur falsch eingeteilte zeit. oder utopische vorstellungen.
    lg in den süden und viel spass beim kochen 😉

  • Reply
    Melia Beli
    9. Oktober 2016 at 19:15

    Liebe Malina, ich ziehe wirklich meinen Hut vor diesem Arbeitspensum! Ich bin mehr als gespannt, wie sich das bei mir entwickeln wird, wenn ich meinen Master mache – ich hoffe sehr, dass der Blog nicht allzu arg auf der Strecke bleibt und dass ich das Ding irgendwie schaukeln werde. Ich werde wohl um’s Planen nicht drumherum kommen, will mir aber nicht genau jene Abende mit Freunden nehmen lassen. Leichter gesagt als getan, wenn man weiß, dass ein Blogpost darauf wartet, veröffentlicht zu werden. Merci für deine ehrlichen Worte! Ich fühle mich mental schon etwas mehr darauf vorbereitet, wie es sich bei mir in Zukunft gestalten wird 🙂

    Allerliebst
    Melina

  • Reply
    Isa
    11. Oktober 2016 at 21:14

    Richtig schöner Post über das Bloggen. Ich habe gerade erst wieder angefangen zu bloggen und bin mal gespannt, wie ich das alles unter einen Hut bekomme. Ich werde mir auf jeden Fall deine Tipps zu Herzen nehmen! 🙂

    Liebe Grüße
    Isa
    iisabelsophie.blogspot.de

  • Reply
    Dorothea
    11. Oktober 2016 at 22:13

    Spannender Beitrag!

    Liebe Grüße
    Dorothea
    http://justambitious.com/

  • Reply
    Mai
    12. Oktober 2016 at 10:30

    Hach ja so ähnlich mache ich es auch aber dadurch leidet mein Blog-Pensum schon etwas darunter… aber egal. Wer am Ball bleibt ist immer noch weiter als der, der nichts macht. Außerdem finde ich die Qualität deines Blogs unbeschreiblich gut! Hätte nicht gedacht, dass du es “nur” nebenher betreibst. Hut ab!
    Liebe Grüße,
    Mai von Monpipit.de

    xox

    • Reply
      malinasternberg
      12. Oktober 2016 at 10:56

      Ja, mit dem am Ball bleiben: Da hast du völlig Recht.
      Lieben Dank! 🙂 Das ehrt mich sehr. Ich muss auch ehrlich sagen, dass die Zeit, die ich an einem einzelnen Blogpost verbringe, nicht wirklich hoch ist. Bei einem durchschnittlichen Post sind es inklusive Fotos vielleicht eine Stunde, maximal zwei. Aber was das angeht habe ich denke ich vielleicht einfach zwei Vorteile, die andere (noch) nicht haben: Ich bin ein alter Bloghase und bin einfach routiniert im Texte schreiben, da das schließlich mein Job ist, und ich den ganzen Tag nichts anderes mache. Und wenn man nicht jeden Tag schreibt, dann braucht man denke ich einfach länger, als die, die etwas in der Richtung beruflich machen.
      Liebe Grüße!

  • Reply
    Jenni
    12. Oktober 2016 at 11:10

    Liebe Malina!

    Hach ja – die Sache mit dem Bloggen, der Freizeitgestaltung und dem Job/dem Studium ist echt immer eine brisante. Es ist wirklich nicht einfach, alles unter einen Hut zu bekommen und man muss immer schauen, dass man entweder einen so guten Plan hat, dass alles gleichberechtigt darin Platz findet oder dass man phasenweise mal das eine, mal das andere vorzieht und ihm mehr Beachtung schenkt.
    Ich bin da eher die Dame für letzteres – alles gleichberechtigt unter einen Hut zu bekommen, schaffe ich irgendwie nicht und ziehe meinen vor allen, die das können! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

  • Reply
    MARI
    12. Oktober 2016 at 12:14

    Liebe Malina,

    danke für deinen lieben Kommentar!
    Auch ich stemme neben einem Vollzeitjob und der Familie den Blog – alles machbar, wenn man organisiert und routiniert ist.
    Man muss nur Prioritäten setzen können.

    Alles Liebe

  • Reply
    Anni
    16. Oktober 2016 at 12:34

    Super Artikel 🙂
    Neben dem Studium hat das mit dem Blog noch relativ gut geklappt, je nachdem wie viel Stress gerade war, aber jetzt mit Vollzeitjob wird es tatsächlich zur ziemlichen Herausforderung. Ich sitze auch den ganzen Tag vorm Rechner und kann mich abends schwer noch aufraffen. Aber mein Blog ist mein Hobby und irgendwie mein Baby und ohne würde mir etwas fehlen. Denn hier können wir einfach schreiben was wir wollen, kreativ sein und es sagt einem kein Chef, was zu tun ist. Ich würde das nicht aufgeben wollen.
    Also steht bei mir jetzt auch bessere Planung an 🙂

  • Reply
    Katharina
    17. Oktober 2016 at 23:08

    HeyHey, schön zu hören das man das auch langfristig auf die Reihe kriegt 🙂 Ich bin gerade im Auslandspraktikum und hab meine Blogidee hier in die Tat umgesetzt. Neben Arbeiten steht auch noch Land kennenlernen auf dem Plan,aber eben nicht Freunde & Familie. Ich bin auch gespannt wie das in der Heimat weitergeht, vermutlich muss ich mir da auch einen Plan machen. Notierst du dir einfach alle Ideen, Zeiräume und Veröffentlichungen in dein Notizheft?

    Ahoi, Katharina

    • Reply
      malinasternberg
      19. Oktober 2016 at 23:26

      Ich habe einfach am Handy eine Liste mit allen Themen, die mir so einfallen. Eigentlich habe ich auch eine zweite Liste mit den jeweiligen Veröffentlichungsdaten, allerdings habe ich das die letzten Wochen eher schleifen lassen, weil spontan immer andere Posts dazwischenkamen. 🙂
      Grüße, Malina

  • Reply
    ELISA
    18. Oktober 2016 at 19:55

    Ich kenne deine Probleme nur zu gut!
    Ich mache meine Bilder immer mit einer Freundin zusammen & wir fotografieren uns dann gegenseitig. Allerdings integriere ich das bewusst nicht in den Alltag. Meistens shooten wir gleich mehrere Looks & dann ist es unpraktisch, danach noch irgendwo hin zu müssen. Ich finde es auch entspannter, sich gesondert Zeit dafür zu nehmen, weil die Bilder dann meiner Erfahrung nach besser werden, weil man sich voll darauf konzentriert. 🙂

    Liebe Grüße, Elisa SCHWARZER SAMT

    • Reply
      malinasternberg
      19. Oktober 2016 at 23:25

      Ich hätte so unfassbar gern auch so eine Freundin. Das wäre so perfekt. Allerdings gibt es hier in Fulda eigentlich keine andere Bloggerin, die ab und an Outfits hochlädt. Das ist halt echt ein Nachteil an Kleinstädten…

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